Fahrradschloss zum Schutz vor Fahrraddiebstahl

Welche Arten von Fahrradschlössern gibt es?

„Ich war doch nur kurz beim Bäcker und jetzt ist mein Fahrrad weg.“ Allein im Jahr 2012 wurden in Deutschland über 300.000 Fahrräder gestohlen. Um die Gefahr eines Fahrraddiebstahls zu mindern, gehört ein stabiles und sicheres Fahrradschloss zur Grundausstattung eines jeden Fahrrads. Deshalb ist es wichtig, sich bereits beim Fahrradkauf für ein gutes Fahrradschloss zu entscheiden. Doch welches Schloss ist sicher? Grundsätzlich unterscheiden Hersteller zwischen fünf Arten von Fahrradschlössern. Neben Kabelschlössern gibt es außerdem Rahmen-, Ketten-, Bügel- und Faltschlösser. Ein kleiner Überblick soll helfen, sich bei dem vielfältigen Angebot an Fahrradschlössern zurechtzufinden.

Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Fahrradschlösser?

Spiralkabelschloss
Kabelschlösser

Kabelschlösser sind sowohl Spiralkabelschlösser als auch Panzerkabel. Spiralkabelschlösser eignen sich aufgrund der dünnen Spiralkabel nicht unbedingt als Schutz vor Fahrraddiebstahl. Diebe müssen hierbei nicht einmal den Schließzylinder knacken, denn oft reicht ein Seitenschneider und das Seil ist durchtrennt. Das Panzerkabel hingegen ist selbst für einen Bolzenschneider zu dick. Vom Aufbau her handelt es sich hierbei um ein Stahlseil, das mit einer Stahlummantelung versehen ist.

Rahmenschlösser

Rahmenschloss

Auch Rahmenschlösser, wie man sie oft von Hollandrädern kennt, schützen nicht ausreichend vor Fahrraddiebstahl. Je nachdem, wo man das Schloss befestigt, blockiert es zwar das Rad, vor einem Diebstahl ist das Fahrrad dann jedoch nicht gesichert. Der Täter könnte es einfach wegtragen.
Ein Rahmenschloss als alleiniger Diebstahlschutz reicht also nicht aus. Der Vorteil bei Rahmenschlössern liegt darin, dass man es schlichtweg nicht zuhause vergessen kann. Zudem funktioniert das Abschließen einfach und schnell. Aufgrund des begrenzten Schutzes ist jedoch in erster Linie für „Kurzzeitparker“ geeignet.
KettenschlossKettenschlösser
Kettenschlösser sind flexible, schwere Metallketten, die mit herkömmlichen Vorhängeschlössern abgeschlossen werden. Man kann sein Fahrrad mit ihnen an einen Baum oder Zaun schließen. Aufgrund des verwendeten Materials sind Kettenschlösser, vom Gewicht her schwer zu transportieren. Die meisten Kettenschlosshersteller bieten keine passende Halterung an. Bei Kettenschlössern sollte man beachten, dass sie möglichst dick sind – je massiver die Kette, desto schwieriger ist sich zu durchtrennen.

Faltschloss

Faltschlösser

Faltschlösser sind flexibel und stabil zugleich. Sie lassen sich wie ein Zollstock zusammenfalten und sind somit kompakt. Um sie auch an Bäumen und Laternen anbringen zu können, sollte man hier die längste Ausführung wählen. Das Praktische ist, dass passende Halterungen für den sicheren Transport des Schlosses erhältlich sind.
BügelschlossBügelschlösser

Bügelschlösser mit schweren Metallbügeln sind momentan die sicherste Variante, sein Fahrrad vor einem Diebstahl zu schützen. Die Produkte renommierter Hersteller sind heutzutage sehr stabil gebaut und das heimliche Knacken eines solchen ist fast unmöglich. Der Dieb braucht schon eine Akku-Flex dafür. Der Aufwand, der zum Knacken der Bügelschlösser notwendig ist, und das Aufsehen, das der Dieb dabei erregen würde, schreckt viele ab.

Was sollte ich beim Kauf eines Fahrradschlosses weiterhin beachten?

Die Hersteller haben Sicherheitsskalen für Fahrradschlösser entwickelt, die allerdings nicht immer miteinander übereinstimmen, den Kunden bei der Entscheidung jedoch unterstützen sollen.

Als Faustregel gilt: Der Käufer sollte circa zehn Prozent des Neuwertes des Fahrrads in das Fahrradschloss investieren. Neben dem Schloss an sich spielt der Schließmechanismus eine große Rolle. Massive Fahrradschlösser mit komplexen Schließzylindern schrecken Langfinger eher ab.

Laut Stiftung Warentest sind Bügelschlösser die Testsieger. Obwohl sie unflexibel sind, ist es mit einem großen Aufwand verbunden, sie zu knacken. Ergänzt man diese Fahrradschlossvariante durch ein weiteres Schloss, erhöht man die Sicherheit des Fahrrads immens. Es ist immer besser, sein Fahrrad mit zwei Schlössern vor einem Fahrraddiebstahl zu schützen – eins zum Abschließen und eins zum Anschließen an einen festen Gegenstand. Denn Diebe sind oft nur auf einen Schlosstyp spezialisiert. Außerdem ist es ratsam, sein Fahrrad am Hinterrad abzuschließen. Ist das Fahrrad nur am Vorderrad gesichert, lässt sich dieses leicht demontieren und der Dieb kann mit dem Großteil des Rades von dannen ziehen.

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