Test: Cube Agree GTC SL

Ein gelungenes Gesamtpaket

Cube Agree GTC SL
Cube Agree GTC SL

+ Preis-Leistungs-Verhältnis
+ hochwertige Ultegra-Ausstattung

– günstiger Sattel

Viele verbinden den Fahrradhersteller CUBE mit dem Mountainbikesport. CUBE bietet jedoch auch eine große Auswahl an Rennrädern. Die Palette reicht von preisgünstigen Alurädern bis hin zu Hightech-Rennmaschinen für den Profisport. Die Agree-GTC-Serie von CUBE bietet den Einstieg in die Welt der Carbon-Bikes. Die drei Modelle: Agree-GTC- Pro, -Race und -SL basieren auf dem gleichen Rahmenset, unterscheiden sich aber in der Ausstattung. Unser Lucky Bike Mitarbeiter Vladislav testen das Topmodell CUBE Agree GTC SL mit hochwertiger Ultegra-Ausstattung und leichten FULCRUM Systemlaufrädern und schildert nachfolgend seine Eindrücke.

Ausstattung

GTC steht bei CUBE als Abkürzung für Gran-Turismo-Composite. Diese Technik erlaubt es, unterschiedlich orientierte Carbonfasern im Rahmen zu verlegen. Dadurch ist der Rahmen sehr leicht und bietet trotzdem eine gute vertikale Dämpfung. Steuerrohr und Tretlager sind großzügig dimensioniert, was die Steifigkeit und Langlebigkeit der verbauten Lager erhöht. Die Carbongabel mit Aluschaft stammt ebenfalls von CUBE. Die Rahmengeometrie bezeichnet CUBE als „Marathon & Comfort“, woraus wir eine sportliche Sitzposition folgern, die auch auf längeren Ausfahrten nicht unbequem wird.
Das unscheinbare Highlight ist – neben dem Carbonrahmen – die verbaute Ultegra-Gruppe. Zusammen mit der 50x34T-Kompaktkurbel und einem 11-28er-Ritzelpaket bekommt der Fahrer 22 fahrbare Gänge. Die Gangschaltung funktioniert genauso leichtgängig, wie die wesentlich teurere Dura-Ace, sie wiegt lediglich wenige hundert Gramm mehr. Die Brems/Schalt-Griffe der Ultegra-Gruppe sind in diesem Jahr schmaler und liegen gut in der Hand. Die Bremsen stammen ebenfalls aus der Ultegra-Serie. Durch verbesserte Zughüllen funktionieren Schaltung und Bremse mit geringen Bedienkräften.
Die Laufräder von FULCRUM sind robust, aber unspektakulär. Messerspeichen sollen die Aerodynamik verbessern. Die hintere Felge ist asymmetrisch aufgebaut und für eine Alufelge verhältnismäßig leicht. Mit einem Laufradsatz aus Carbon ließen sich hier knapp 400g einsparen.

Als Bereifung sind SCHWALBE ONE Premiumreifen in 23er-Breite verbaut. Mit 205g pro Stück sind sie sehr leicht und bieten dank Kevlareinlage guten Durchstichschutz. Laut Erfahrungsberichten (TOUR 12/14) hält die Decke satte 6.000km!
Die Carbonsattelstütze ist leicht und bietet zusätzliche Dämpfung. Lenker und Vorbau sind aus Alu. Etwas gespart wurde am Sattel. Mit über 300 g ist er für ein solches Rad deutlich zu schwer und sollte je nach Vorliebe durch ein höherwertiges Modell ersetzt werden.

Fahreindruck

Um uns einen Eindruck zu verschaffen, sind wir das CUBE Agree GTC SL gefahren. Die Testrunde von etwa 100km verlief über hügelige und winterlich-nasse Landstraßen. Kleine Unebenheiten bei hoher Geschwindigkeit schluckt das Rennrad sehr gut. Dank der Marathon-orientierten Sitzposition und der guten Dämpfung von Rahmen, Sattelstütze und Reifen fühlt man sich auch nach Stunden auf dem Rad wohl. Die Bedienkräfte der neuen Ultegra sind fast schon zu klein. So kam es ab und an zu einem Verschalter, weil ein Rasten der Schaltung kaum spürbar ist. Wer viel im Gebirge unterwegs ist, sollte sich die Anschaffung einer Dreifach-Kurbel überlegen. Während man auch steile Anstiege mit hoher Trittfrequenz fahren kann, ist bei spätestens 65 km/h kein Mittreten mehr möglich.
Die neuen Ultegra-Bremsbeläge funktionieren einwandfrei. Selbst bei Nässe und hohen Geschwindigkeiten bekommt man das Rad in kürzester Zeit zum Stehen.
Die Laufräder sind ausreichend steif und geben im Wiegetritt nicht nach. Zusammen mit den SCHWALBE ONE rollt das Rad insgesamt sehr leicht.
Der etwas schwere Selle Italia X1 Road ist breit genug und (subjektiv) bequem. Positiv aufgefallen ist uns der ergonomisch geformte Lenker in Kombination mit den schmalen Ultegra Brems-Schalt-Griffen. Er lässt sich in jeder Position angenehm greifen.

Fazit

Das CUBE Agree GTC SL ist ein solides Rennrad für ambitionierte Fahrer. Sitzposition und Übersetzung eignen sich für längere Ausfahrten in flachem bis mittel-steilem Gelände. Wer in die Berge will, sollte besser auf eine Dreifach-Kurbel umrüsten. Um das Rad noch leichter zu bekommen, kann sich (muss aber nicht) die Anschaffung eines leichteren Carbon Laufradsatzes und eines höherwertigen Sattels lohnen. Ansonsten schnürt CUBE für einen Preis unter 2.000 Euro ein aus unserer Sicht sehr gelungenes Gesamtpaket.

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Autor: Vladislav Shenker (Lucky Bike Filiale Würzburg)

Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

Unsere Lucky Bike / Radlbauer Redaktion ist so vielfältig, wie unsere gesamte Unternehmensfamilie. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen berichten über ihre Lieblingsthemen, schreiben News, berichten von Veranstaltungen oder testen regelmäßig Fahrräder, die wir in unseren Filialen oder im Online Shop anbieten. In der Redaktion sind unsere Kolleginnen und Kollegen versammelt, die vereinzelt Testberichte, Newsbeiträge oder informative Texte rund um das Thema Fahrrad schreiben. Die Testberichte unserer Redaktion spiegeln ihre Erfahrungen, Ergebnisse und Meinungen objektiv hier bei uns im Blog wider.