Test: Cube Cross Race 2015

Der Preis-Leistungs-Knaller

Cube Cross Race 2015
Cube Cross Race 2015

+ 105er Ausstattung
+ innen verlegte Schalt/Bremszüge
+ zusätzliche Oberlenker-Bremshebel

– etwas höheres Gesamtgewicht
– keine Scheibenbremsen (aber gute Cantibremsen)

Das CycloCross-Modell Cross Race aus dem Hause Cube, ist seit einigen Jahren das Optimum in Sachen Preis-Leistung. Ob als Einstiegsvariante für den mehr und mehr aus den Niederlanden zu uns rüberschwappenden Querfeldein-Trend (CycloCross), als Wintertrainingsgerät oder als Zwischenlösung für die, die sich weder für ein reines Rennrad noch für ein MTB entscheiden können oder wollen. Die Grundversion des Cross Race lässt im Grunde keinen Raum für Negativkritiken. Einzig das etwas höhere Gesamtgewicht wird immer wieder thematisiert. Warum das Cube Cross Race 2015 dennoch erneut überzeugt, erfahrt ihr hier.

Die Ausstattung des Cube Cross Race 2015

Über eine solide Ausstattung lässt sich nicht streiten. Im Falle des Cube Cross Race ist dies auch nicht nötig, ist sie doch das Aushängeschild des Einstiegsmodelles. Damit punktet das Cube Cross Race auch in diesem Jahr. Eine Neuerung bietet die 105er Schaltung dennoch. 2015 kommt sie als 11-fach Version daher und bietet dem Querfeldeinpiloten damit noch mehr Möglichkeiten. Gekoppelt mit einer Shimano Crosskurbel (46/36) und 105er-Kassette (11-32), sorgt sie für eine gewohnt butterweiche Schaltperformance. Dank des Schwalbe-Reifens „Rocket Ron“, sorgt das Cube Cross Race bei entsprechendem Luftdruck für enorm guten Grip auf jedem Untergrund. Die Cantileverbremsen Shorty 6 von Avid sind ausreichend für einen erfahrenen und vorausschauenden Fahrer, doch lassen sie bei dem Alltagsradler leider etwas an Bremswirkung zu wünschen übrig. Die zusätzlichen Oberlenker-Bremshebel wiederum sorgen für gute Kontrolle im Gelände. In Sachen Laufräder, wird beim neuen Cube Cross Race erstmals auf Alexrims gesetzt (im Vorjahr noch Fulcrum). Nicht ohne Grund: Leicht und schnell auf der Straße und trotzdem robust genug für den groben Geländeeinsatz läuft er stimmig zum Gesamtkonzept des CX-Bikes. Die Anbauteile (Lenker, Vorbau, Sattel, Sattelstütze) der Hausmarke sorgen zusammen mit der vibrationsdämpfenden Carbongabel für eine komfortable Fahrt auf allen Wegen. Zu guter Letzt ein paar Worte zum Rahmen. Erfreulich ist hier, dass zumindest beim Grundmodell Cube Cross Race erneut auf innen verlegte Züge gesetzt wird. So sind die Züge bei auch bei extremen Cross-Schlammschlachten vor Dreck geschützt, zudem besteht keine Gefahr, dass sich Fahrer oder Vegetation in den Bowdenzügen verfangen. Der 2-fach konifizierte Aluminiumrahmen in klassischer Raceoptik ist enorm verwindungssteif, mit seinen reichlichen 1.800 Gramm jedoch auch Ausgangspunkt für manch leidige Diskussion bezüglich des Gesamtgewichtes (10,2kg, RH: 53 cm).

Das Cube Cross Race 2015 im Einsatz

Eine gute Ausstattung ist nicht alles. Uns interessiert vor allem, wie sich ein Fahrrad während der Fahrt verhält. Und siehe da, hier punktet das Cube Cross Race erneut. Die Sitzposition lässt sich durch drehen des Vorbaus von komfortabel bis sportlich leicht und schnell anpassen. Somit ließe sich das Bike durch zusätzliches wechseln der Bereifung (bzw. des komplettes Laufradsatzes), von Cross- auf Rennradreifen, mit wenigen Handgriffen zu einem Straßenrenner auch für längere Distanzen umfunktionieren. Im Gelände jedoch ist grundsätzlich eine eher aufrechte Sitzposition von Vorteil. Hier zeigt sich das Cube Cross Race von der sehr wendigen und agilen Seite. Die STIs (Schalt/Bremshebel) liegen gewohnt gut in der Hand, schalten und bremsen ist in jeder Situation schnell und zuverlässig möglich, der Sattel bietet ausreichend Komfort, auch bei gröberem Untergrund. Von der eingesetzten Kraft geht kaum etwas verloren, sie wird direkt auf den Boden gebracht. Ein enormer Vortrieb ist das Ergebnis. Die Übersetzung erweist sich als absolut ausreichend für den Crosseinsatz. Für den Einsatz auf der Straße wären ein paar Zähne mehr auf der Kurbel sicher nicht verkehrt, doch ist dies natürlich nicht das Haupteinsatzgebiet des Cube Cross Race. Die Bremsanlage ist bei trockener Fahrt ein zuverlässiger Begleiter und erfüllt die Erwartungen, die man an eine solche mechanische Bremse stellen würde. Bei Nässe überzeugt sie erneut, wenn auch mit entsprechender Geräuschkulisse. Letztere bekommt man jedoch mit etwas Fingerspitzengefühl und der richtigen Positonierung der Bremsbeläge in den Griff.

Das Cube Cross Race überzeugt in erster Linie durch die gute Ausstattung. Einen besseren Preis im CX-Einsteigerbereich sucht man hier auch 2015 vergeblich.

Testfazit Cube Cross Race 2015

Auch wenn Cube im CX-Bereich nicht ganz so präsent ist, wie manch anderer Hersteller in Deutschland und darüber hinaus, so wissen die Bayern mit dem Cross Race dennoch zu überzeugen. Die Ausstattung geht für den Preisbereich bis 1.000 Euro mehr als in Ordnung. Optimal für alle, die einfach mal in den Cyclocrossbereich schnuppern wollen oder eine gute Lösung zwischen MTB und Rennrad suchen. Das Cube Cross Race ist ein zuverlässiges und robustes Rad für Gelände, Straße und Alltag. Und die „paar Gramm mehr“ kann man locker und leicht an sich selbst sparen, sodass dies bei der Entscheidung keine allzu große Rolle spielen sollte. Wer es noch etwas hochwertiger bzw. mit Scheibenbremse ausgestattet haben möchte, wird bei den nächstbesseren Versionen Cross Race Disc und Cross Race Disc Pro fündig.

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Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

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