Test: Cube Cross Race Pro 2016

Ein Allround-Race-Bike

Cube Cross Race Pro 2016
Cube Cross Race Pro 2016
+ bissige Disc-Brake
+ gute Übersetzungsbandbreite
+ steifer Rahmen

– Teurer im Vergleich zum Vorjahresmodell

Unser Lucky Bike Mitarbeiter Vladislav hat das Cube Cross Race Pro getestet und schildert nachfolgend seine Eindrücke. Cube legt das Cross Race Disc vom Vorjahr neu auf und verpasst ihm gleich eine neue Lackierung. Selbst für einen Fachmann ist es manchmal nicht leicht erkennbar, was hinter den Modellbezeichnungen von Cube steckt. Wer das alte Cross Race Disc Pro von 2015 noch vor Augen hat, darf sich nicht täuschen lassen. Hinter der knallig roten Lackierung des aktuellen Modells steckt, zu einem niedrigeren Preis, eine günstigere Ausstattung. Ist es deswegen ein schlechtes Rad? Auf keinen Fall! Wem das auffällige Design gefällt, der findet hier einen treuen Begleiter für Ausflüge auf Forst- und Schotterwegen.

Die Ausstattung

Cube setzt auch in diesem Jahr auf einen konifizierten Aluminiumrahmen. Die Züge verlaufen teilweise geschützt im Inneren. Nur die Bremsleitung für hinten liegt auf dem Oberrohr. Das ist optisch zwar nicht so schön, dafür aber sehr praktisch, wenn die Bremsleitung mal gewechselt werden muss. Im tapered Steuerrohr sitzt eine Carbongabel mit kantiger Optik. Das Gesamtsystem ist nicht das leichteste, aber sehr robust und verwindungssteif. Im Gegensatz zu der Ultegra Ausstattung des Vorjahresmodells kommt das neue Cross Race Pro „nur“ mit einer 105er Schaltgruppe daher. Das Gesamtgewicht steigt um unmerkliche 0,5 kg. Als Bremse kommt die hochwertige BR-RS785 mit 160/160 mm Bremsscheiben von Shimano zum Einsatz. Die Fulcrum Racing 77 CX Laufräder liegen preislich im Mittelfeld.

Der Fahreindruck

Das Cross Race Pro ist und bleibt eine gutes Allround-Rad. Viele Lucky Bike Kunden schätzen es nicht als Rennmaschine sondern als solides und robustes Sportgerät für Touren auf und abseits der Straße. Wir sind das neue Modell gefahren und sind überzeugt, dass es auch zu dem etwas höheren Preis sein Geld wert ist. Die Sitzposition ist im Vergleich zu einem Rennrad etwas entspannter. Das kurze Oberrohr verspricht Wendigkeit im Gelände, aber auch im Großstadtdschungel. Die hydraulischen Scheibenbremsen packen sicher zu. Für unseren Geschmack ist der Bremsverlauf jedoch etwas zu progressiv. Bezüglich der Schaltung profitiert das Rad vom neuen 11-fach Konzept. Während moderne Crosser teilweise mit 1×11-fach auf den Markt kommen, bieten die 2×11-Gänge des Cross Race Pro genügend Übersetzungsbandbreite für jeden Anwendungsbereich. Die Rocket Ron Reifen von Schwalbe haben sich schon bei anderen Crossern von Cube bewährt. Sie bieten hervorragenden Grip, rollen aber nicht so leicht ab wie weniger profilierte Reifen. Wer schnell auf Asphalt unterwegs sein möchte, sollte hier einen Wechsel erwägen.

Besonderheiten

Der Rahmen bietet Befestigungspunkte für zwei Flaschenhalter, Gepäckträger und Schutzbleche. Zudem können bis zu 40 mm breite Reifen (dann ohne Schutzbleche) verbaut werden. So kann das Rad aufgerüstet und als sportliches Stadt- oder Reiserad genutzt werden.
Racer, die auf jedes Gramm Gewicht acachtenachten, werden vermutlich mit dem Cross Race SL glücklich.

Fazit

Das Cube Cross Race Pro kommt 2016 in abgespeckter Form und knalligem Rot auf den Markt. Das Gewicht steigt, der Preis sinkt. Das Pro-Modell richtet sich somit eher an Biker, die ein solides, sportliches und bezahlbares Allround-Race-Bike suchen. Wer es etwas günstiger mag, kann sich das Cross Race anschauen. Racer, die auf jedes Gramm Gewicht achten, wären mit dem Vorjahrsmodell besser bedient gewesen, kommen mit dem etwas schwereren 2016er Cross Race aber sicher immer noch gut zurecht.

Hier geht es zu allen Cube Fahrrädern im Lucky Bike Online Shop.

Autor: Vladislav Shenker (Lucky Bike Filiale Würzburg)

Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

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