Praxis-Test: KTM Avenza 27 Disc 2013

KTM Avenza 27 Disc 2013
KTM Avenza 27 Disc 2013

Immer mehr Radler wünschen sich eine Scheibenbremse am Rad, um von der deutlich besseren Bremsleistung, vor allem bei Nässe zu profitieren. Mit dem KTM Avenza 27 Disc kommt jetzt ein Rad auf den Markt, das diesen Wunsch erfüllen kann.

Auch wir möchten wissen, wie sich das KTM Trekkingrad mit Scheibenbremsen im Freizeitbetrieb macht und haben uns entschieden das KTM-Bike auszuführen. Unser Lucky Bike Mitarbeiter Jan hat das KTM Avenza 27 Disc 2013 getestet und schildert nachfolgend seine Eindrücke.


Wie alle unsere Lucky Bike-Fahrräder, kommt auch das Avenza 27 Disc 2013 schon fast fertig montiert aus dem Karton. Man muss lediglich den Lenker drehen und festziehen, die Pedalen montieren und schon kann es losgehen. Vorher prüfen wir noch den Reifendruck. Schaltung, Bremse uns alles weitere wurde bereits von Lucky Bike unmittelbar vor dem Versand eingestellt.

Noch ein Hinweis: Das KTM Avenza 27 Disc 2013 ist als Damenversion mit Trapezrahmen und als Herrenversion erhältlich.

Die Ausstattung
Beim näheren Betrachten des Bikes fällt schön vor dem Test der sehr schön matt-lackierte Aluminiumrahmen auf. Das KTM Avenza 27 Disc 2013 wirkt dadurch auf Anhieb sehr dezent, zeitlos aber trotzdem modern und trendy. Viele farblich passende Aluminiumteile ergänzen perfekt die Gesamterscheinung des Rades. Dabei kommen fast alle technisch relevanten Komponenten, wie die Scheibenbremse, Schaltung und Kurbelgarnitur aus dem Hause Shimano. Bei härtere Schlägen von der Fahrbahn kommt die Federgabel Suntour SF13-NEX ML0 700C zum Einsatz. Sie verfügt über eine mechanische Lock Out-Funktion. Mit Hilfe dieser Funktion lässt sich die Gabel bei steileren Anstiegen blockieren. Somit wird die wertvolle Tret-Energie direkt in den Antrieb weitergeleitet und gehen nicht durch die Dämpfung verloren. Damit man auch im nächtlichen Straßenverkehr mit dem KTM Avenza 27 Disc 2013 sicher unterwegs ist, verfügt das Rad über einen Nabendynamo und eine hochwertige LED -Lichtanlage (Fuxon DHL-F10) mit einer Leistung von 40 Lux. Die sensorgesteuerte Einschaltautomatik und das LED-Standlicht sind sinnvolle Ergänzungen, die zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.
Gepäck kann sicher auf dem hochwertigen Racktime System-Gepäckträger aus Aluminium befestigt werden. Die pannensicheren Reifen von Continental gehören ebenfalls zur Serienausstattung. Kernstück der Ausstattung bildet aber aus unserer Sicht die Shimano Scheibenbremsen M395. Es handelt sich um eine voll-hydraulische Scheibenbremse mit einer 180mm-Bremsscheibe am Vorderrad und einer 160mm-Scheibe am Hinterrad. Hydraulische Scheibenbremsen zeichnen sich durch ein besseres Ansprechverhalten, gute Dosierbarkeit und geringe Wartungsintensität aus.
Soviel zur Ausstattung − jetzt möchten wir das Rad aber erst einmal fahren.

Die Fahrt
Die Tour beginnt auf einem naheliegenden Fahrradweg in Düsseldorf. Wir wollen uns erst einmal an das KTM Avenza gewöhnen und die ersten Bremsversuche mit der Scheibenbremse machen. Das hat zweierlei Zweck: Einerseits sollte man erst seine Bremse kennen lernen, bevor man eine Vollbremsung macht, ansonsten könnte man schnell ins Rutschen kommen. Andererseits fährt sich die Bremse auf diese Weise langsam ein und gewinnt nach kurzer Zeit ihre volle Bremswirkung.

KTM Avenza 27 Disc 2013 Damenmodell mit Trapezrahmen
KTM Avenza 27 Disc 2013 Damenmodell mit Trapezrahmen

Nach intensivem Probebremsen sind wir bereit für eine kleine Tour durch den Medienhafen, entlang des Rheins und durch die Altstadt. Während dieser Strecke bemerken wir bereits, dass die Sitzposition insgesamt sehr ausgewogen ist: Man sitzt nicht zu gerade aber auch nicht zu sportlich.

Der Alurahmen ist schön steif, wodurch die Kraft von den Pedalen gut zum Hinterrad übertragen wird. Der Lenker lässt sich dank den ergonomisch geformten Griffen gut halten. Taube Hände oder eingeschlafene Finger gehören sind mit diesen Griffen eindeutig passé. Bergauf greifen wir um, so ändern wir die Position auf dem Rad zu ändern und bringen mehr Druck auf das Vorderrad, zu diesem Zweck sind die in Serie verbauten Barends/Lenkerhörnchen sehr gut geeignet.
Während unseres Tests können wir bei der Schaltung keinerlei Schwachpunkte feststellen: Alle Schaltkomponenten funktionieren gut, die Gänge rasten schnell und präzise ein.
Auch unser mitgeführtes Gepäck auf dem Gepäckträger stört uns ins keinster Weise. Der Schwerpunkt für die Taschenaufhängung ist tief gewählt, so lässt sich selbst ein voll bepacktes Rad gut kontrollieren, auch stößt man nicht mit der Ferse an die Radtaschen, die Abstände sind gut berechnet. Insgesamt lässt sich das KTM Avenza Disc 27 2013 während unseres Tests im engen Stadtverkehr gut manövrieren. Die Lenkung ist sehr direkt und die Reifen rolle mit wenig Widerstand ab. Die Bremsen gefallen uns vom ersten Augenblick an. KTM hat bei diesem Bike wirklich gute Stopper montiert, die uns wohldosiert aber zuverlässig zum Stehen bringen. Das verbaute Fuxon-Licht mit 40 Lux leuchtet uns unsere Radwege auf der Heimfahrt abends gut aus.
Wir haben mit dem KTM Avenza 27 Disc 2013 den ganzen Tag verbracht. Es gab fast nichts zu bemängeln. Fast – denn ein kleinen Minuspunkt haben wir festgestellt: Auf längeren Strecken wäre es von Vorteil, Pedalen mit einer breiteren Trittfläche zu montieren.

Fazit
Mit dem KTM Avenza 27 Disc bekommt man ein zuverlässiges und gut ausgestattetes Rad für die täglichen Fahrten zur Arbeit oder für die Radtour am Wochenende. Mit einem Gewicht von ca. 17 kg ist das Rad auch nicht zu schwer. Uns hat es überzeugt!

Hier geht es zum KTM Avenza 27 Disc 2013 im Lucky Bike Online Shop.

Autor: Jan Thielbeer (Lucky Bike Filiale Leipzig)