Test: Trek Remedy 7 2015

Treks legendäre All Mountain Fullys. Remedy 7: der Einsteiger

Trek Remedy 7 2015
Trek Remedy 7 2015

Treks Modellreihe Remedy ist seit Jahren eine Referenz im AM-Bereich, kaum ein Hersteller kann einen so durchdachten Rahmen vorweisen, der bereits über Jahre hinweg optimiert und verbessert wurde.
Mit einigen Veränderungen bei der Farbe und der Ausstattung schickt Trek die Remedy Modelle auch 2015 ins Rennen. Das Remedy 7 ist hier bekanntermaßen das Einsteigermodell. Wie viel man mit Treks neuer Einsteigerklasse erreichen kann, erfahren Sie von unser Lucky Bike Mitarbeiter Guido, der das Trek Remedy 7 2015 getestet hat und nachfolgend seine Eindrücke schildert.

Die Optik

Treks Remedy 7 kommt in der abenteuerlich klingenden Farbe „Matte Volt Green/ Gloss Trek Black“, die Lackierung ist optisch sehr ansprechend und ausgesprochen haltbar. Am Rahmen nahm Trek keine größeren Veränderungen vor. Während andere Hersteller mittlerweile auf das parallele Angebot von 650b und 29er setzen, beschränkt sich Trek beim Remedy 7 auf 650b bzw. 27,5 Zoll.

Die Ausstattung

Ausstattungsmäßig ist das Trek Remedy 7 solide, jedoch darf man bei einem Preis von nur 2499,00 Euro für ein All Mountain Fully nicht zu viel erwarten. Wer sich für ein Trek entscheidet ist bereit einen hohen Preis, für einen hochgradig ausgetüftelten Rahmen zu bezahlen. Dieser Rahmen verspricht gutes Ansprechverhalten und beste Performance. Ein solcher Rahmen ist sein Geld wert, jedoch kommt in diesen Fällen in der Gesamtkalkulation die Ausstattung oftmals zu kurz. Andererseits sind Ausstattungsdetails schnell gewechselt, ein hochwertiger Rahmen, als Herzstück des Rades, sollte insofern primäres Anschaffungsziel sein.

In der Front des Trek Remedy 7 arbeitet die neue Revelation von Rock Shox. Diese ist im Gegensatz zu den Fox Modellen weniger kompliziert aufgebaut und macht deutlich weniger Probleme bei der Wartung. Die Federperformance wurde laut Rock Shox verbessert, die Revelation teilt sich zudem viele Technologien mit der bekannten SID Gabel, als da wären der neue Ölkreislauf „Dig Valve“, Rapid Recovery für weniger Abtauchen und eine angepasste Highspeed und Lowspeed Druckstufe für einen besseren Kompromiss aus komfortabler Dämpfung und Feedback.
Im Heck des Remedy sitzt der Fox Evo Series Float DRCV mit CTD Steuerung. CTD steht dabei für Climb, Descent und Trail. Der Dämpfer bietet demnach unterschiedliche Modi für den Uphill, die Straße oder Feldwege und den Downhill. Die Besonderheit DRCV steht für eine zweite Luftkammer im Dämpfer, welche Fox gemeinsam mit Trek entwickelt hat. Diese Kammer soll für eine optimale Dämpfung von kleinen Schlägen sorgen, ohne dass die Absorption großer Schläge beeinträchtigt wird.
Der Antrieb kombiniert Teile von Shimano und Sram, so kommt das Schaltwerk von Shimano und die Kurbel von Sram. Das Schaltwerk ist ein Shimano SLX Shadow Plus mit Shimano Deore Rapidfire Schalthebeln. Die Kurbel ist eine eher einfache Sram S1010 mit zwei Kettenblättern.
Anbauteile wie der Vorbau oder die Sattelstütze kommen von Treks Hausmarke Bontrager.

Das Trek Remedy 7 2015 im Testeinsatz

Das Remedy 7 ist ein geniales Mountainbike. Der Rahmen ist über alles erhaben, die Ausstattung genau richtig für Hobbyfahrer und fortgeschrittene MTBler. Der Hinterbau ist ausgesprochen schluckfreudig, DRCV Technologie sei Dank. Die zur Verfügung stehenden 140 mm fühlen sich nach deutlich mehr an, so traut man sich mit dem Remedy ganz von alleine in ruppigere Passagen und auf neue Trails. Für den Uphill kann man den Dämpfer in den Climb Modus stellen und sofort hört der Hinterbau auf, unter der Last der Tretwirkung zu wippen. Die Front arbeitet ebenso gut, die Rock Shox Revelation ist eine tolle AM Gabel mit jeder Menge Reserven und besonders gutem Ansprechverhalten. Die neuen Technologien, vor allem das neue Rapid Recovery sind deutlich spürbar. Auf dem Trail federt sie sehr gut, sorgt aber dennoch für ein deutliches Feedback, so dass das Gefühl für den Boden immer erhalten bleibt.
Die Sitzposition ist sehr angenehm und lässt sich an den Hinterbau-Streben variieren. Ob flach und tief oder doch etwas aufrechter, das Trek Remedy 7 lässt sich kinderleicht anpassen.
Der Antrieb ist in dieser Preisklasse eventuell ein wenig unterdimensioniert, schaltet aber zuverlässig und macht im Testeinsatz einen soliden Eindruck.
Sicherlich praktisch: Sowohl die Reifen als auch der Laufradsatz sind Tubelessready. Eine Umrüstung ist also jederzeit problemlos möglich. Des weiteren bieten die Reifen mit 2,35‘‘ eine große Auflagefläche und massig Bodenhalt. Einzig für sehr losen und sandigen Untergrund ist das Profil zu flach.

Unser Fazit

Das Trek Remedy 7 ist ein herausragendes All Mountain Bike. Bereits zu einem günstigen Preis stehen dem Fahrer allerhand neue Technologien zur Verfügung. Das Remedy kann so gut wie allen Ansprüchen gerecht werden.
Besonders da der Rahmen über alles andere erhaben ist, kann das Remedy 7 auch gut im Nachhinein aufgewertet werden. Wem allerdings vom Start weg ein ausgesprochen hochwertiger Antrieb wichtig ist, sollte zu den teureren Modellen aus der Remedy-Reihe greifen, dem Trek Remedy 8 oder dem Trek Remedy 9.

Pro:

Guter Preis, sehr durchdachtes Konzept, hochwertiger Rahmen, gutes Einsteigermodell, eignet sich genauso für erfahrene MTBler

Das ginge besser:

Die Antriebskomponenten dürften ein wenig hochwertiger sein, mit Blick auf den Preis wurde hier etwas gespart.

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Autor: Guido Unterhalt (Lucky Bike Filiale Bielefeld)

Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

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