Tests

Test: Scott Spark 960

Das ist gut

  • Top Fahrwerk mit Twinlock-System
  • ausgeglichene Geometrie
  • Shimano Deore/SLX Schaltung mit Shadow Plus
  • überarbeitete Dämpferaufnahme

Das ist nicht so gut

  • schwere Laufrad/Reifen Kombi
  • einfache Shimano 365 Scheibenbremse

Das Scott Spark 960 ist in der getesteten Version nicht mehr verfügbar. Über folgenden Link gelangst du zu den bei uns verfügbaren Mountainbikes von Scott.

Zu den aktuellen Scott-Mountainbikes

 

Scott gilt bekanntermaßen als ein Hersteller, der traditionell seine Mountainbikes sportlich und renntauglich gestaltet. Mit Erfolg: 2016 wurde der Scott-Teamathlet Nino Schurter auf dem neuen Scott Spark Olympiasieger und gewann zudem die Cross Country Weltmeisterschaft.

Als vollgefederter Bruder zum Hardtailmodell Scale ist das Spark schon lange ein fester Bestandteil der Produktpallette von Scott. Für 2017 gibt es das Spark nun in drei unterschiedlichen Rahmenkonzepten mit verschiedenen Federwegen sowie den Radgrößen 27,5, 27,5+ und 29 Zoll. Die Bandbreite an Ausstattungen wurde ebenfalls erweitert. Es stehen nun 25 Modelle mit Preisen von circa 2000 bis 8500 Euro zur Auswahl.

Beim Scott Spark 960 handelt es sich um das Einstiegsmodell der Serie, welches 120 Millimeter Federweg bietet und sich hauptsächlich an Tourenfahrer richtet. Unser Lucky Bike Mitarbeiter Jan aus Dortmund hat sich das Scott Spark 960 einmal näher angeschaut und beschreibt seine Eindrücke im folgenden Testbericht.

Rahmen

Für das Modelljahr 2017 wurde das Scott Spark 960 noch einmal gründlich überarbeitet. Im Vergleich zum Vorgänger besitzt es einen längeren Hauptrahmen, steileren Sitzwinkel, flacheren Lenkwinkel und kürzere Kettenstreben. Damit bekommt das Scott Spark 960 eine moderne Geometrie und somit verbesserte Fahreigenschaften. Die größte Veränderung ist jedoch die neue tiefsitzende Dämpferaufnahme. Der Dämpfer ist nun vertikal und umgedreht montiert und wird in einer Linie mit dem Sitzrohr eingefedert. Das neue System soll nicht nur leichter und steifer sein, sondern auch das Federungsverhalten deutlich verbessern und das Wippen (also das Einfedern) bergauf verringern. Dadurch gewinnt das neue Scott Spark 960 auch optisch dazu, da der Dämpfer nun besser in die Rahmengestaltung integriert ist. Zusammen mit den innenverlegten Zügen gibt dies dem Rad einen cleanen Look. Die farbliche Gestaltung des Scott Spark 960 gefällt mit der Kombination aus mattem Schwarz und satten Grüntönen.

Merkmale

Als einziger Hersteller bietet Scott das Twinloc-System an, mit dem sich Federgabel und Dämpfer über einen Hebel am Lenker in drei Stufen straffen bzw. blockieren lassen. Das Scott Spark 960 gehört zu den Tourmodellen, die sich durch eine leicht veränderte Rahmenbasis mit mehr Federweg und einer alltagstauglicheren Geometrie von den Race Modellen (RC) abheben. Das 960 besitzt einen leichten 6011 SL-Alurahmen mit angemessenen Komponenten.

Ausstattung Scott Spark 960

Die Komponenten des Spark 960 sind zweckmäßig gewählt. Das Fahrwerk besteht aus dem speziell angepassten X-Fusion Dämpfer und einer soliden Rock Shox Recon Federgabel mit Steckachse. Der 2×10 Antrieb ist funktional und besteht aus Shimano Deore und SLX- Bauteilen. Verzögert wird ebenfalls mit einer günstigen, aber zuverlässigen Shimano Bremsanlage mit 180 Millimeter großen Bremsscheiben. Die 29 Zoll großen Laufräder kommen von Synchros und überzeugen mit stabilen Felgen, auf denen die griffigen Maxxis Forekaster Reifen montiert sind. Das stimmige Gesamtkonzept wird von hochwertigen Synchros Bauteilen im Cockpit und im Sitzbereich abgerundet.

Fahrbericht

Das Scott Spark 960 wurde ausgiebig auf verschiedensten Strecken in der Dortmunder Bittermark und der näheren Umgebung bewegt. Nach der Abstimmung der Luftfederelemente konnte es bei traumhaften Frühlingswetter losgehen. Zunächst fiel besonders der praktische Twinloc-Hebel des Scott Spark 960 auf. Bergauf lässt sich das Fahrwerk bequem vom Lenker blockieren, was dafür sorgt, dass man auch bei kurzen Anstiegen keine Kraft verschenkt. In der mittleren Hebelposition befindet sich der Dämpfer im Traction-Modus für spürbar bessere Traktion auf dem Trail. Im offenen Modus wird der komplette Federweg freigegeben, um im Downhill die nötigen Reserven zu haben. Das System funktioniert gewohnt zuverlässig und wird schnell intuitiv. Das neue Fahrwerk macht einen überzeugenden Eindruck, da sich besonders der Dämpfer sensibel anfühlt. Einen guten Eindruck hinterlässt auch die Shimano Deore/SLX Schaltung, denn sie funktioniert präzise und geräuscharm. Die im SLX Schaltwerk verbaute zusätzliche Dämpfung (Shadow plus) hält die Kette auch auf ruppigen Passagen ausreichend gespannt. Die 29 Zoll Laufräder des Sparks sind etwas schwerer, aber machen dafür einen soliden Eindruck. Die montierten Reifen sind eine gute Wahl, denn sie rollen leicht und haben trotzdem auch auf feuchten Böden ausreichend Grip. Ich hatte für meinen Teil sehr viel Spaß auf dem Rad und bei der Probefahrt wurde mir klar, dass Scott mit dem Spark ein ausgezeichnetes Allround-Mountainbike geschaffen hat. Das Scott Spark 960 klettert selbst ohne blockiertes Fahrwerk ausgezeichnet und macht auch bergab durch seine Agilität und Spurtreue mächtig Laune.

Fazit Scott Spark 960

Scott hat sich mit dem 2017er Spark in neue Richtungen bewegt. Weg von den traditionellen Race-Modellen hin zu einer Modellreihe, die einen größeren Einsatzbereich abdecken kann. Schon das Einstiegsmodell Scott Spark 960 bietet für einen geringeren Preis alle Vorzüge der neuen Scott Spark-Modellreihe. Vom Bikemarathon bis hin zur entspannten Endurorunde ist mit dem Spark nun alles möglich.

Bei Interesse lohnt sich ein Blick auf die weiteren Modelle mit unterschiedlichsten Ausstattungen um herauszufinden, welches Spark zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Das Scott Spark 960 ist in der getesteten Version nicht mehr verfügbar. Über folgenden Link gelangst du zu den bei uns verfügbaren Mountainbikes von Scott.

Zu den aktuellen Scott-Mountainbikes

 

Veröffentlicht am 30. März 2017

Jan K.

Jan entdeckte 2012 durch ein Youtube Video aus dem legendären Whistler Bikepark seine Begeisterung für Mountainbikes. Von seinem Taschengeld kaufte er sich ein Dirtbike und stellte fest, dass ihm nicht nur das Fahren sondern auch das Schrauben am Rad großen Spaß macht. Die logische Konsequenz: Statt zu studieren machte er lieber eine Ausbildung in der Werkstatt der Lucky Bike Filiale in Dortmund. Während der Lehre wuchs auch der eigene Fuhrpark stetig an. Wieviele Fahrräder er mittlerweile besitzt? Das weiß er selbst nicht so genau.

Mit derselben Leidenschaft arbeitet er seit 2019 im Onlinemarketing bei Lucky Bike / Radlbauer.