Test: Cube Cross Race Disc 2015

Das bessere Rennrad

Quelle: www.cube.eu
Quelle: www.cube.eu

+ sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
+ Ösen für Gepäckträger und Schutzbleche
+ sehr steifer Rahmen

– Zusatzbremshebel greifen nur schwach

Unser Lucky Bike Mitarbeiter Vladislav hat das Cube Cross Race Disc 2015  getestet und schildert nachfolgend seine Eindrücke. Cyclocrosser führten neben klassischen Rennrädern lange ein Nischendasein. Doch immer mehr Biker erkennen die Vorzüge von sogenannten Querfeldeinrädern. Cube produziert in diesem Marktsegment drei Modelle: Cross, Cross Disc sowie das Cross Disc Pro, die alle auf dem gleichen Rahmenset basieren und sich lediglich in der Ausstattung unterscheiden. In diesem Test nehmen wir das Basismodell mit mechanischer Scheibenbremse unter die Lupe.

Ausstattung

Der zweifach konifizierte Rahmen aus Aluminium 6061 Superlite ist das Herzstück des Cross Race Disc. Im Vergleich zu einem Rennrad bietet das Cross Race Disc eine etwas aufrechtere Sitzposition und einen verkürzten Radstand. Das soll die Wendigkeit im Gelände verbessern. Dank dem extrem breiten Unterrohr ist der Rahmen sehr steif. Den nötigen Komfortfaktor bekommt das Rad durch eine 27,2 mm Sattelstütze, schmale Sattelstreben, Carbongabel und breite, dämpfende Reifen. Die wichtigste Neuerung im Vergleich zum Vorjahresmodell ist die neue 22-Gang 105er Schaltgruppe von Shimano. Zusammen mit der Cyclocross-spezifischen zweifach Kurbel und den elf Ritzeln, erhält der Fahrer nun noch mehr Übersetzungsbandbreite. Die mechanischen Scheibenbremsen funktionieren in Kombination mit den 105er STIs und den Zusatzbremshebeln vor allem bei schwierigen Wetterbedingungen zuverlässig. Die beiden 160 mm Bremsscheiben sitzen auf hochwertigen Fulcrum-Systemlaufrädern. Die vergleichsweise hohen Felgen bieten gute Werte in Aerodynamik und Steifigkeit und sind mit gut abgedichteten Fulcrum-Naben verheiratet. Als Reifen kommt der leichte Schwalbe Rocket Ron in 33er Breite zum Einsatz. In Kombination mit den relativ breiten Felgen lassen sich die Reifen mit relativ wenig Druck fahren. Das verbessert Dämpfung und Grip.

Fahreindruck

Um zu testen, ob der optische Eindruck richtig war, und um uns einen Eindruck zu verschaffen, sind wir das Rad probe gefahren. Ein Cyclocrosser ist eine Mischung aus Rennrad und Geländemaschine. Darum haben wir das Rad sowohl auf gut asphaltierten Wegen, als auch im Gelände getestet. Schon auf der Straße zeigen sich die Stärken von Cubes Crosser. Der sehr steife Rahmen wandelt jedes Prozent Muskelkraft in Vortrieb um. Selbst im Wiegetritt ist keine Verwindung des Rahmens spürbar. Das kommt uns vor allem beim Bergauffahren zugute, denn mit 10,2 kg ist das Cross Race Disc ca. 1,5 kg schwerer als ein Rennrad mit vergleichbarer Ausstattung. Die Reifen rollen gut auf der Straße, ohne merklichen Widerstand und bieten zudem einen hohen Fahrkomfort. Auch im Stadtverkehr zeigt das Rad seine Stärken. Sprünge von einem Bordstein überstehen die robusten Laufräder unbeschadet. Durch die relativ aufrechte Sitzposition und die Zusatzbremshebel am Oberlenker haben wir an unübersichtlichen Kreuzungen gute Übersicht. Das Gesamtkonzept überzeugt aber vor allem im leichten bis mittleren Gelände. Besonders auf breiten Forststraßen und platt getrampelten Pfaden fährt sich das Rad sehr gut. Bei extremen Passagen heißt es dagegen absteigen und schultern! Schön ist, dass in diesem Fall die Schaltzüge im Inneren des Rahmens verlaufen, so stören sie nicht beim Tragen. Die mechanischen Scheibenbremsen bremsen zwar zuverlässig, spielen ihren Vorteil gegenüber den Cantilever Bremsen des Cube Cross Race jedoch erst bei Schlamm und Nässe aus.

Besonderheiten

Das Besondere am Cube Cross Race Disc ist seine Vielseitigkeit. Egal ob als Stadt- und Alltagsrad, Trainingsmaschine für den Winter, Crosser für‘s Gelände oder gar Tourenrad. Es ist, dank diverser Befestigungsmöglichkeiten für Gepäckträger und Schutzbleche, extrem wandlungsfähig. Wer zu einem späteren Zeitpunkt in einen zweiten Laufradsatz mit Rennradreifen investiert, kann das Rad je nach Bedarf entweder als Crosser oder als Rennrad nutzen.

Fazit

Alles in allem ist das Cube Cross Race Disc 2015 ein gut ausgestattetes und sehr vielseitiges Rad. Es fühlt sich sowohl auf der Straße, als auch in leichtem Gelände pudelwohl. Die speziellen Vorzüge des Crossers kommen dabei nicht nur eingefleischten Rennradfahrern zugute. Dank der Befestigungsmöglichkeit für diverse Anbauteile, ist das Rad auch für Pendler und Tourenfahrer interessant. Wer sein Geld in ein gutes Rad mit breitem Einsatzspektrum investieren möchte, kann hier getrost zugreifen.

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Autor: Vladislav Shenker (Lucky Bike Filiale Würzburg)

Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

Unsere Lucky Bike / Radlbauer Redaktion ist so vielfältig, wie unsere gesamte Unternehmensfamilie. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen berichten über ihre Lieblingsthemen, schreiben News, berichten von Veranstaltungen oder testen regelmäßig Fahrräder, die wir in unseren Filialen oder im Online Shop anbieten. In der Redaktion sind unsere Kolleginnen und Kollegen versammelt, die vereinzelt Testberichte, Newsbeiträge oder informative Texte rund um das Thema Fahrrad schreiben. Die Testberichte unserer Redaktion spiegeln ihre Erfahrungen, Ergebnisse und Meinungen objektiv hier bei uns im Blog wider.