E-Bike-FAQ

Antworten auf die häufigsten Fragen rund um E-Bikes und Pedelecs

E-Bikes und Pedelecs sind in aller Munde. Laut einer Umfrage durch den Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) im Januar 2021 besitzt jeder sechste in Deutschland ein E-Bike. Wenn du selbst noch kein E-Bike gefahren bist, hast du sicher einige Fragen zu dem Thema. Deshalb haben wir hier die häufigsten Fragen rund um das Thema E-Bike und Pedelec zusammengefasst und zeigen dir, weshalb die Fahrräder mit Elektromotor so beliebt sind.

Wenn du ein E-Bike kaufen willst, aber noch unsicher bist, aus welcher E-Bike-Kategorie, findest du hier unseren Blogbeitrag: Welches E-Bike ist das richtige für mich?

Was ist ein Pedelec?

Vorweg: Im alltäglichen Sprachgebrauch wird die Fahrradkategorie „Pedelec“ häufig als „E-Bike“ bezeichnet. Pedelec ist eine Abkürzung für Pedal Electric Cycle. Der Begriff wurde von der Sprachwissenschaftlerin Susanne Brüsch erschaffen und macht deutlich, dass die Motorunterstützung hierbei nur erfolgt, wenn man selbst in die Pedale tritt. Dieser Kategorie gehören mehr als 95 Prozent der verkauften Elektrofahrräder an. Zur Vereinfachung nutzen auch Fachhändler wie wir den Begriff „E-Bike“ für alle Elektrofahrräder. E-Bikes, die bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützen, gelten rechtlich als Fahrrad. Mehr zum seltenen Sonderfall S-Pedelec, das bis 45 km/h unterstützt, am Ende des Beitrags.

Wie funktioniert E-Bike-Fahren?

E-Bikes beziehungsweise Pedelecs lassen sich nur durch das Pedalieren fortbewegen. E-Bike-Antriebe von etablierten Herstellern wie etwa Bosch, Shimano oder Yamaha bieten unterschiedliche Unterstützungsstufen an, sodass der Anteil des eigenen Krafteinsatzes selbst bestimmt werden kann. E-Bike-Fahren ist also, auch beim ersten Mal keinesfalls schwer, denn bis auf die Motorunterstützung funktioniert ein E-Bike genauso wie ein klassisches Fahrrad.

Wie schnell fährt ein E-Bike?

Dank der drehmomentstarken Elektromotoren kann man mit einem E-Bike zügig beschleunigen. Die Unterstützung durch einen maximal 250 Watt starken Motor erfolgt bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h (außer bei S-Pedelecs). Da sich E-Bikes aber auch ohne Unterstützung fahren lassen sind auch höhere Geschwindigkeiten möglich, dann aber aus reiner Muskelkraft. 

Wie sportlich ist E-Bike-Fahren?

E-Bike zu fahren ist immer mit einer körperlichen Bewegung verbunden. Durch die unterschiedlichen Unterstützungsstufen wird dir das Pedalieren natürlich erleichtert, fordert dich als Fahrerin oder Fahrer aber dennoch. Insofern hat das E-Bike-Fahren einen positiven Einfluss auf dein Herz-Kreislaufsystem, macht dich fit und sorgt für eine bessere Gesundheit. Studien belegen sogar, dass E-Bikerinnen und E-Biker deutlich häufiger im Sattel sitzen als Menschen mit einem herkömmlichen Fahrrad. Durch die Motorunterstützung lassen sich längere Strecken, Anstiege oder Fahrten bei Gegenwind einfacher meistern. 

Wann lohnt sich ein E-Bike?

So viel steht fest: E-Bike-Fahren macht Spaß, ist gesund und sorgt dafür, dass viele Menschen das Radfahren nochmal völlig neu entdecken. Auch wenn der durchschnittliche Preis für ein E-Bike bei etwa 3.000,00 € liegt, ist diese Investition durchaus lohnend. E-Bikes bieten allen Altersklassen eine praktische Mobilität und sind eine ideale Alternative zu Auto und Bahn. Die Hemmschwelle, beispielsweise mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, sinkt deutlich. Pendlerinnen und Pendler können das Auto stehen lassen, ohne die Sorge zu haben, verschwitzt bei der Arbeit anzukommen. Außerdem spart das E-Bike-Fahren nicht nur Geld, sondern hilft auch der Umwelt. Auch auf entspannten Touren in der Freizeit bietet das E-Bike einen echten Mehrwert.

Welche Reichweite erreicht man mit einer Akkuladung?

Die meisten Fahrerinnen und Fahrer von E-Bikes erreichen mit einem vollgeladenen 500 Wattstunden-Akku eine Strecke zwischen 60 bis 120 Kilometern. Eine allgemeine Reichweitenangabe ist leider nicht möglich, da diese durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Luftwiderstand, Reifendruck, Rollwiderstand, Schaltverhalten, Außentemperatur, Anzahl der Start- und Stopp-Vorgänge, das jeweilige Terrain, Fahrergewicht sowie die Zuladung und der gewählte Unterstützungsmodus des E-Bikes spielen eine wichtige Rolle. Hier erfährst du mehr über Akkus für E-Bikes.

Für die anschauliche Berechnung einer ungefähren Reichweite von E-Bikes mit Bosch-Antrieb, kannst du den Bosch E-Bike Reichweitenassistent nutzen.

Zum Bosch E-Bike Reichweiten-Rechner

 

Wie schwer ist ein E-Bike?

Die Antriebssysteme der Hersteller wie Bosch oder Shimano bringen einzeln etwa sechs bis acht Kilogramm auf die Waage. Die Anforderung an Rahmen und weitere Bauteile sind ebenfalls höher, weshalb diese solider ausgelegt werden. In der Regel wiegt ein E-Bike etwa 25 Kilogramm. 

Hier findest du unsere Kaufberatung für E-Bikes !

Welche gesetzlichen Bestimmungen gelten?

Das Pedelec (25 km/h) ist rein rechtlich dem Fahrrad gleichgestellt, sodass kein Versicherungskennzeichen oder Führerschein benötigt werden. In dem Fall ist das E-Bike über die Privathaftpflicht mitversichert und kann ohne Altersbeschränkung gefahren werden. ist. Es. Auch eine Helmpflicht gibt es nicht, wir empfehlen jedoch allen E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrern aufgrund der deutlich höheren Durchschnittsgeschwindigkeit, einen Helm zu tragen. 

Mit einem Pedelec darf jeder Radweg genutzt werden und es können Lasten- und Kinderanhänger nach Freigabe durch den Hersteller verwendet werden. Wie auch beim Fahrrad gilt die Alkoholgrenze bis 1,6 Promille und ab 0,3 Promille kann es im Falle eines Unfalls strafrechtliche Konsequenzen geben. Also: Please, don’t drink and ride!

E-Bike-Tuning – kein Kavaliersdelikt 

E-Bike-Fahren bereitet großen Spaß, doch manchen E-Bikern erscheint die Unterstützung bis 25 km/h als zu niedrig. Beim Thema E-Bike steht Tuning hoch im Kurs. Im Internet werden die unterschiedlichsten Lösungen angeboten, die jedoch alle die gleichen Nachteile mit sich bringen. Sobald die maximale Höchstgeschwindigkeit mit aktiver Motorunterstützung bei Pedelecs erhöht wird, erlischt jede Gewährleistung oder Garantie des Herstellers. Das Fahren eines getunten E-Bikes außerhalb von einem Privatgelände ist gleichzusetzen mit dem Fahren eines Autos ohne Kennzeichen und ohne TÜV.

Das Fahren ohne Versicherungsschutz kann zudem bedeuten, dass der Fahrer bei einem Unfallschaden mit seinem gesamten Privatvermögen haften muss. Bei modernen E-Bikes hilft es auch nicht mehr, die Tuningmaßnahmen nachträglich zu entfernen, da die Software Unregelmäßigkeiten durch einen zu hohen Stromverbrauch im Verhältnis zur zurückgelegten Strecke feststellen kann. Ein Manipulationsverdacht wird im Fehlerspeicher des E-Bikes hinterlegt, welchen der Fachhändler oder Hersteller auslesen kann. Aufgrund der Gefahr, die von E-Bike-Tuning ausgeht, raten wir unter allen Umständen davon ab. 

Sonderfall: Was ist ein S-Pedelec (Speed-Pedelec)?

Im Gegensatz zu einem Pedelec, unterstützt der 350 Watt starke Motor ein S-Pedelec bis zu 45 km/h. Die höhere Geschwindigkeit hat jedoch ihren Preis. Das S-Pedelec ist rein rechtlich kein Fahrrad mehr, sondern ein Kleinkraftrad. Versicherungskennzeichen und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM werden benötigt. Es besteht eine Helmpflicht und es gilt ein Mindestalter des Fahrers von 16 Jahren. Radwege dürfen innerorts und außerorts nicht genutzt werden, auch wenn diese für Mofas freigegeben sind. Lastenanhänger dürfen nur mit entsprechend genehmigter Kupplung verwendet werden, Kinderanhänger sind ausgeschlossen.

Veröffentlicht am 24. Juni 2021
Jan K.

Jan K.

Jan entdeckte 2012 durch ein Youtube Video aus dem legendären Whistler Bikepark seine Begeisterung für Mountainbikes. Von seinem Taschengeld kaufte er sich ein Dirtbike und stellte fest, dass ihm nicht nur das Fahren sondern auch das Schrauben am Rad großen Spaß macht. Die logische Konsequenz: Statt zu studieren machte er lieber eine Ausbildung in der Werkstatt der Lucky Bike Filiale in Dortmund. Während der Lehre wuchs auch der eigene Fuhrpark stetig an. Wieviele Fahrräder er mittlerweile besitzt? Das weiß er selbst nicht so genau.

Mit derselben Leidenschaft arbeitet er seit 2019 im Onlinemarketing bei Lucky Bike / Radlbauer.