Test: TREK X-Caliber 7 (29er)

Sportliches Hardtail für Einsteiger

TREK X-Caliber 7
TREK X-Caliber 7

+ Design
+ Rockshox Federgabel
+ durchdachte Rahmengeometrie

– günstige Schaltkomponenten
– Pedale bieten wenig Halt

Unser Lucky Bike Mitarbeiter Vladislav hat das TREK X-Caliber 7 (29er) getestet und schildert nachfolgend seine Eindrücke. Die 1976 in Wisconsin gegründete Bike-Schmiede TREK sollte jedem, der sich mit dem MTB-Sport befasst, ein Begriff sein. Vor allem bei hochklassigen Rädern setzen heute viele Fahrer auf den amerikanischen Branchenriesen. In diesem Test nehmen wir uns ein relativ preiswertes Hardtail von TREK vor: Das X-Caliber 7 – 29er.

Ausstattung

Wer sich das Bike ansieht, dem fällt als erstes die aufwändige und schicke Lackierung ins Auge. Der besonders leichte Aluminium-Rahmen, der auch bei den hochpreisigen TREK X-Caliber- 8 und 9 verwendet wird, strahlt in einem leuchtenden Cyan. Die „G2-Geometrie“, die auch bei den hochpreisigen Modellen Einsatz findet, verspricht Wendigkeit im Gelände. Die Besonderheit besteht darin, dass Rahmen- und Gabelgeometrie speziell an die großen 29er Laufräder angepasst wurden. Zusätzliche Features des X-Caliber 7 sind die teilweise im Rahmen verlaufenden Schaltzüge und Gepäckträgerösen.
Als Gabel kommt eine Rockshox XC30 Stahlfedergabel zum Einsatz. Die Federhärte lässt sich einstellen und wer kurzzeitig ganz auf die Federung verzichten will, kann sie per Lockout sperren.
Bei den Laufrädern verbaut TREK je nach Rahmengröße  27,5 Zoll (13,5 und 15,5 Zoll Rahmengröße) oder 29 Zoll (größere Rahmen) Laufräder. Das von uns getestete Modell in der Rahmengröße 18,5 Zoll hat 29er Laufräder bestehend aus preiswerten aber robusten Formula DC Naben und Bontrager AT-650 Felgen. Als Reifen sind die XR1 von TREKs Hausmarke Bontrager verbaut. Warum TREK vorne (2,2 Zoll) einen breiteren Reifen als hinten (2 Zoll) verbaut, bleibt uns ein Rätsel. Rahmen und Felge vertragen auch hinten breite Reifen, die bekanntlich mehr Traktion und Dämpfung bieten.
Der Antrieb des X-Caliber-7 stammt von Shimano und beinhaltet eine Mischung aus preiswerten Altus- und Acerakomponenten. MTB-Anfänger können sich freuen: Mit der vom Aussterben bedrohten 3-fach-Kurbel kommt man auch den steilsten Berg hoch. Insgesamt stehen dem Fahrer 27 Gänge zur Auswahl.
Beim Thema Bremsen setzt TREK auf eine hydraulische Scheibenbremse von Shimano (BR-M355). Anbauteile wie Lenker, Sattelstütze und Vorbau sind aus von der Hausmarke Bontrager und machen einen soliden Eindruck.

Fahreindruck

Eins vorweg: Auf breiten Forstwegen, Schotterstraßen und asphaltierten Radwegen macht das Rad eine gute Figur. Es bietet einen guten Geradeauslauf und die wenig profilierten Reifen rollen leicht und leise. Die günstige Federgabel schluckt willig kleinere Unebenheiten oder einen Bordstein und die Schaltung funktioniert sanft und zuverlässig.
Im Gelände ist der Fahreindruck insgesamt positiv. Wie auch bei den höherwertigen Hardtails von TREK ist der Rahmen sehr steif und verwindet sich auch bei starker Belastung nicht. Durch die „G2-Geometrie“ sitzt man mittig zwischen den Rädern auf dem Bike. Das Fahrergewicht verteilt sich so gleichmäßig auf beide Räder und das Rad zeigt sich sehr kletterwillig. Bei technischen Passagen und Serpentinen fehlt dem 29er leider die Wendigkeit. Grund dafür sind die großen Laufrädern und der lange Radstand. Das Bike richtet sich damit eher an Langstreckenfahrer als an Trailsurfer.
Die Federgabel verrichtet ihren Dienst gut und zeigt sich bei einem Fahrergewicht von 80 kg ausreichend steif. Die Shimano Schaltung arbeitet sanft und zuverlässig. Die geringe Kettenspannung des Schaltwerks führt bei holprigen Passagen zum Schlagen des Schaltwerks. Bessere Schaltperformance bieten SRAM X5- bzw. Shimano XT-Schaltwerke (vergleiche Tests: X-Caliber-8 und X-Caliber-9). Durch das relativ hohe Gesamtgewicht tut man sich auf steilen Anstiegen trotz hoher Übersetzungsbandbreite etwas schwer. Wenn das TREK aber erst einmal rollt, dann beeindruckt es durch Spurtreue.

Die XR1-Reifen von Bontrager offenbaren im Gelände ihre Schwächen. Insbesondere der hintere, schmalere Reifen neigt zum Driften bei hohen Geschwindigkeiten. Die relativ günstigen Shimano-Bremsen werden gerne auch bei höherwertigen Rädern verbaut. Sie bieten in den meisten Fällen ausreichende Bremsleistung. Die ab Werk verbauten Kunststoff-Pedale bieten kaum Halt und wurden für den Test mit Klickpedalen von Shimano ausgetauscht. Wer sich das Trek X-Caliber 7 kauft, sollte am besten direkt in ein paar Alu-Plattformpedale oder Klickpedale investieren.

Fazit

Das Trek X-Caliber-7 bietet einen preiswerten Einstieg in die Welt der Mountainbikes. Das schicke Design ist ein echter Eyecatcher und der hochwertige Aluminium-Rahmen bietet dank relativ langem Oberrohr eine sportliche Sitzposition. Wer auf Forstwegen und Schotter fahren möchte, kann hier getrost zugreifen. Für sportlicheren Einsatz bieten sich eher die teureren Modelle X-Caliber-8 und 9 an. Dort sind höherwertige Gabeln und Schaltkomponenten verbaut. Einsteigern bietet das Trek X-Caliber 7 eine solide Basis. Wer zunächst ein wenig testen und später hochwertigere Komponenten aufrüsten möchte, hat mit dem Rahmen des X-Caliber 7 eine sehr gute Ausgangsbasis gewählt.

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Autor: Vladislav Shenker (Lucky Bike Filiale Würzburg)

Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

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