Test: Steppenwolf Tundra 27,5 Zoll

Steppenwolfs Rennmodell, günstig aber schnell

Steppenwolf Tundra 27,5 Zoll
Steppenwolf Tundra 27,5 Zoll

Das Steppenwolf Tundra bietet eine Menge Fahrspaß für kleines Geld, die Ausstattung ist herausragend und das Design modern. Bleiben da noch Wünsche offen? Unser Lucky Bike Mitarbeiter Tim hat das Steppenwolf Tundra 27,5 Zoll getestet und schildert nachfolgend seine Eindrücke.

Die Optik

Rein optisch überzeugt uns das Steppenwolf Tundra 27,5. Das Rahmendesign ist zwar schlicht aber modern, so gefällt es und findet Anklang in nahezu jeder Altersgruppe. Die Geometrie ist augenscheinlich sportlicher als beim Timber. Die Lackierung ist überwiegend schwarz, wird aber durch azurblaue Beschriftungen und Akzente wirkungsvoll in Szene gesetzt.

Die Ausstattung

Ausstattungsmäßig macht das Steppenwolf Tundra einiges her. Mit Shimano Antrieb, Roch Shox Gabel, hydraulische Scheibenbremsen und Easton Anbauteilen wird sofort klar:  gekleckert wurde hier sicherlich nicht. Zeit, die einzelnen Komponenten einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Antrieb besteht aus einer Shimano XT Schaltung, einer FCM522 Kurbel, einem Deore Umwerfer und Deore Schalthebeln. Dabei fällt sofort die hochwertige Shimano XT Schaltung auf. Die Bremsen kommen ebenfalls aus dem Hause Shimano. Am Steppenwolf Tundra kommen die BRM395 Bremsen zum Einsatz, diese nutzen Mineralöl als Bremsmedium. Dadurch wird die Bremsanlage extrem wartungswarm, denn im Gegensatz zu DOT Flüssigkeit zieht das Mineralöl kein Wasser und auch keine Luft ins System, man spart sich häufiges Entlüften. Das Fahrwerk ist durch die Rockshox Gabel sehr belastbar und macht auch auf ruppigeren Trails noch Spaß. Außerdem besitzt die Gabel einen Remote Lock Out, dieser ist immer dann praktisch wenn man in hügeligen oder bergigen Gelände unterwegs ist, da die Federgabel komfortabel über den Knopf am Lenker ausgeschaltet werden kann. Eine weitere Besonderheit des Steppenwolf Tundra sind die ausgesprochen hochwertigen Komponenten der namhaften Firma Easton. Diese umfassen den Lenker, den Vorbau und die Sattelstütze. Der hochwertige Steuersatz von FSA rundet das Gesamtbild ab und zeigt deutlich, dass es sich hier nicht mehr um ein Modell aus der Steppenwolf Einsteigerserie handelt. Ein weiterer großer Pluspunkt ist das geringe Gewicht: Lediglich 12,4kg bringt das Steppenwolf Tundra mit seinen 27,5 Zoll auf die Waage.

Das Steppenwolf Tundra 27 60 im Testeinsatz

Im Test wurden die sportlichen Gene des Steppenwolf Tundra erst richtig deutlich. Die Geometrie eines Fahrrades kann zwar durchaus mit einem geschulten Auge bewertet werden, doch um sie wirklich einschätzen zu können, muss man damit gefahren sein.
Das Steppenwolf Tundra fühlte sich im Test deutlich sportlicher und rennlastiger an, als zuvor geahnt.
Die Geometrie sorgt für ein ganz anderes Fahrgefühl, als zum Beispiel auf einem Steppenwolf Timber.
Hinzu kommt die deutlich bessere Ausstattung, allem voran die Shimano XT Schaltung. Besonders diese Komponente konnte im Test überzeugen, sie schaltet während der gesamten Testdauer zuverlässig und ohne lange Pausen zwischen den Schaltvorgängen. Ebenfalls große Klasse waren die Shimano Bremsen. Der sehr deutliche Druckpunkt sorgte für ein sicheres Gefühl auf dem Steppenwolf Tundra, auch bei höheren Geschwindigkeiten oder bei steileren Abfahrten.
Die Federgabel agiert nicht ganz auf dem Niveau einer Rock Shox Reba, stellte sich aber alles in allem ganz gut an. Wer sehr viel Wert auf ein komfortables Fahrwerk legt, kann an dieser Stelle nachbessern. Unter Berücksichtigung der sonstigen Komponenten und des schönen Rahmens würde dieser Schritt  in jedem Falle Sinn machen. Neben dem Steppenwolf Tundra 27,5 gibt es auch noch das 29er Modell, beide haben Vor- und Nachteile. Das 29er Modell fährt sich bei hohen Geschwindigkeiten stabiler, dafür ist das Modell mit 27,5 Zoll großen Rädern wendiger und macht besonders auf engeren Singletrails Spaß.

Unser Fazit

Das Steppenwolf Tundra ist in jedem Falle ein großartiges Mountainbike. Es eignet sich hervorragend für sportlich ambitionierte Fahrer und zeigt, dass man viel Rad für wenig Geld bekommen kann.

Pro:

Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, gute Ausstattung, hervorragendes Rahmen-Konzept

 Das ginge besser:

Die Kurbel könnte qualitativ an die sonstigen Komponenten des Antriebs angepasst werden. Auf eine Rock Shox Reba wurde leider mit Blick auf den ausgezeichneten Gesamtpreis verzichtet.

Autor: Tim Bäumer (Lucky Bike Filiale Essen)

Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

Unsere Lucky Bike / Radlbauer Redaktion ist so vielfältig, wie unsere gesamte Unternehmensfamilie. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen berichten über ihre Lieblingsthemen, schreiben News, berichten von Veranstaltungen oder testen regelmäßig Fahrräder, die wir in unseren Filialen oder im Online Shop anbieten. In der Redaktion sind unsere Kolleginnen und Kollegen versammelt, die vereinzelt Testberichte, Newsbeiträge oder informative Texte rund um das Thema Fahrrad schreiben. Die Testberichte unserer Redaktion spiegeln ihre Erfahrungen, Ergebnisse und Meinungen objektiv hier bei uns im Blog wider.