Test: Steppenwolf Timber 26 10

Der Verkaufsschlager, auch 2015 zu haben

Steppenwolf Timber 26 10
Steppenwolf Timber 26 10

Das Timber war im Jahr 2014 ein echter Verkaufsschlager. Daher ist es auch im Jahr 2015 wieder erhältlich. Bislang bestach es durch eine einfache und moderne Optik, außerdem begeisterten hochwertige Details wie etwa die besonders guten Reifen von Schwalbe und die Shimano Gangschaltung.
Was das Steppenwolf Timber 10 sonst noch auszeichnet erfahren Sie von unserem Lucky Bike Mitarbeiter Tim, der das Steppenwolf Timber 26 10 getestet hat und nachfolgend seine Eindrücke schildert.

Die Optik

Rein optisch überzeugt das Steppenwolf Timber schon einmal. Das Design ist schlicht gehalten, wirkt jedoch modern, keinesfalls überladen.  Daher spricht das Timber einfach alle an. Der Rahmen ist überwiegend schwarz, abgesehen von den blickführenden Linien in „apfelgrün“.

Die Ausstattung

Ausstattungstechnisch ist das Timber 10 ganz oben auf. Vor Allem das Preis-Leistungs-Verhältnis ist überzeugend. Die essentiellen Teile stammen von namhafte Herstellern, wenn sie auch nicht den jeweiligen Top-Gruppen angehören. Bei Hardtails ist der Antrieb zumeist das wichtigste. Dieser kommt beim Timber aus dem Hause Shimano und umfasst die Shimano Acera 8-fach Schaltung, den Acera Umwerfer und die Shimano FCM-361 Kurbelgarnitur. Ambitionierten Fahrern steht also ein zeitgemäßer Antrieb zur Verfügung, trotzdem zählen die Shimano Acera Komponenten zu Shimanos Einsteigersegment, weshalb man kein Wunderwerk der Technik erwarten sollte. Näheres dazu, findet sich unter dem Punkt „Testeinsatz“.
Ebenfalls wichtig ist das Fahrwerk. Für genügend Komfort kommt beim Steppenwolf Timber eine SR Suntour XCM HLO 100mm Gabel zum Einsatz. Diese liegt schon beinahe auf dem Niveau der Rockshox XC 30 und ist gerade für Anfänger und weniger extreme Fahrten durch den Wald entwickelt worden.
Das Fahrwerk und der Antrieb passen schon einmal, doch wie überträgt das Timber die Kraft auf die Straße? Das ist nicht nur eine Frage der Geometrie, sondern auch eine des richtigen Reifens. Hier kann das Steppenwolf Timber 10 besondersauftrumpfen. Auf den Felgen sitzen Schwalbe Smart Sam Reifen, diese bieten einen geringen Rollwiederstand bei immensem Seitenhalt.
Gebremst wird bei dem Timber ganz bodenständig, mittels Shimano V-Brake. Diese Bremsvariante klingt zwar nicht herausragend, sieht auch nicht nach viel aus, der Schein trügt jedoch. Die klassischen V-Brakes bieten eine gute Performance, die Bremskraft ist deutlich höher als bei z.B. vergleichbaren mechanischen Scheibenbremsen. Das Gewicht des Steppenwolf Timber 10 beträgt 13,1 kg.

Das Steppenwolf Timber 26 10 im Testeinsatz

Das Fahrverhalten des Steppenwolf Timber ist, in Relation zu seinem geringen Preis, herausragend.
Der Antrieb macht eine sehr gute Figur, selbstverständlich ist er nicht mit einer XT Komponente zu vergleichen, trotzdem funktioniert er sauber und ohne Schwierigkeiten. Gerade für Einsteiger oder Gelegenheitsfahrer ist die Shimano Acera eine gute und vor allen Dingen günstige Lösung.
Das Fahrwerk hält, was es verspricht: auf der Straße oder auf den allseits bekannten „Waldautobahnen“ sorgt die Federgabel für ausreichend Komfort, erst abseits der Wege stößt sie an ihre Grenzen. Im Allgemeinen macht sie allerdings einen soliden und beständigen Eindruck.
Die Rahmengeometrie ist ähnlich der Gabel eher bequem als sportlich, somit empfiehlt sich das Steppenwolf Timber für entspannende Touren, auch über länger Zeiträume, jedoch weniger für sportlich orientierte XC oder CC Fahrer.
Wie bereits erwähnt bieten die Bremsen Leistung satt, bei Nässe bekommt eine Felgenbremse jedoch Probleme, wenn auch keine gravierenden, die ein echtes Sicherheitsrisiko bedeuten würden.
Das Gesamtgewicht des Rades fällt im Test sehr positiv auf, 13,1kg ist für ein Rad dieser Preisklasse ausgesprochen leicht.

Unser Fazit

Das Steppenwolf Timber 10 ist ein massentaugliches Einsteiger-Mountainbike mit guter Ausstattung und ansprechendem Design. Zu verbessern gibt es zwar immer etwas, jedoch ist das Timber, so wie es dasteht ein echter Preis-Leistungs-Kracher. Mehr Fahrrad kann man für sein Geld kaum verlangen.

Pro:

Gut ausgestattet, hohe Haltbarkeit, schickes Design
Das ginge besser:

Für den Geländeeinsatz empfehlen sich dafür ausgelegte Laufräder.

Autor: Tim Bäumer (Lucky Bike Filiale Essen)

Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

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