Test: Steppenwolf Timber 20 26 Zoll

Das Timber, nur halt besser

Steppenwolf Timber 20 26 Zoll
Steppenwolf Timber 20 26 Zoll

Nachdem wir bereits das Steppenwolf Timber 10 getestet haben, ist nun das Timber 20 an der Reihe. Wie der Titel schon verrät handelt es sich hierbei um ein „verbessertes“ Timber.
Der Rahmen ist der gleiche, doch bei den Komponenten hat Steppenwolf eindeutig nachgebessert. Ob das Upgrade sinnvoll ist erfahren Sie von unserem Lucky Bike Mitarbeiter Tim, der das Steppenwolf Timber 20 26 Zoll getestet hat und nachfolgend seine Eindrücke schildert.

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Die Optik

Wie alle Steppenwolf Modell überzeugt das Timber durch ein modernes aber niemals überladenes Design. Der Rahmen ist in großen Teilen schwarz gehalten. Farbe bringen einige Akzente und die Steppenwolf Logos in himmelblau zur Geltung.

Die Ausstattung

Wie bereits erwähnt  besitzt das Steppenwolf Timber 20 eine bessere Ausstattung als das 10er Modell. Als allererstes fällt das Upgrade im Bereich der Bremsen auf, hier hat Steppenwolf um einiges nachgebessert. Wo am 10er Modell noch mechanische Felgenbremsen zu sehen waren trumpfen nun hydraulische Scheibenbremsen auf. Diese sorgen nicht nur für eine signifikante Verbesserung in Sachen Fahrspaß, sie bedienen auch einen nicht außer Acht zu lassenden Sicherheitsaspekt. Mehr Bremsleistung bedeutet mehr Sicherheit, im Straßenverkehr ebenso wie im heimischen Forst. Die Federgabel ist nach wie vor eine SR Suntour XCM HLO mit 100 mm Federweg, hier ist alles beim Alten geblieben. Der Antrieb hingegen wurde leicht verbessert, statt der Acera 8-fach Schaltung kommt am Steppenwolf Timber 20 eine Acera 9-fach Variante zum Einsatz. Insgesamt stehen dem Fahrer damit drei Gänge mehr zur Verfügung, wer also längere Strecken in hügeligem Terrain zurücklegen muss, ist mit dem 20er Modell besser bedient.

Das Steppenwolf Timber 26 20 im Testeinsatz

Im Test war zunächst kein großer Unterschied zum Timber 10 zu spüren, doch bei der ersten Vollbremsung wurde klar, warum ein Upgrade sinnvoll ist. Was die Bremsleistung angeht liegen zwischen dem 10er und dem 20er Modell Welten. Wer sich jetzt sorgt, dass eine hydraulische Scheibenbremse gegenüber der mechanischen Felgenbremse eine höhere Wartungsintensität nach sich zieht, der irrt. Die Mineralöl Bremse zieht kein Wasser und auch keine Luft aus ihrer Umgebung an und muss nur selten entlüftet werden. Die Bremsbeläge halten bei normaler Benutzung ein ganze Weile und die Bremsscheiben, noch deutlich länger. Dank der Shimano Naben ist das Steppenwolf Timber 20 sehr leichtgängig und zeichnet sich durch ein hervorragendes Rollverhalten aus. Das Gesamtgewicht beträgt 13,5 kg, somit ist das Steppenwolf Timber 20 400g schwerer als sein kleiner Bruder, das Timber 10.
Dieses Zusatzgewicht ist vermutlich den Scheibenbremsen und der größeren Kassette zuzuschreiben.

Unser Fazit

Das Steppenwolf Timber 20 ist ein willkommenes Upgrade zum Timber 10. Die Bremsen sind in jedem Falle eine riesige Verbesserung zum kleineren Modell. Sie bieten mehr Fahrspaß und deutlich mehr Sicherheit. Die drei zusätzlichen Gänge sind keine signifikante Steigerung, machen in hügeligem Terrain aber schon mal den entscheidenden Unterschied aus. Für einen um 100 Euro gestiegenen Preis, ist das Timber 20 durchaus lohnenswert. Dabei kommt es selbstverständlich auch auf die persönlichen Bedürfnisse an. Wer bisher mit dem Timber 10 gut zufrieden war und das Plus an Bremspower nicht benötigt, sollte abwarten, ob es bald das Timber 30 geben wird.

Pro:

Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis, tolle Bremsen, mehr Sicherheit

Das ginge besser:

Ein Upgrade, das mehr wiegt als sein Vorgänger erscheint zunächst suspekt, in Anbetracht der zusätzlichen Teile, z.B. durch die völlig überarbeitete Bremsanlage, ist dieses allerdings verständlich.

Autor: Tim Bäumer (Lucky Bike Filiale Essen)

Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

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