Test: Raleigh Rushhour LB Premium

Ein sehr vernünftiges Rad

Raleigh Rushhour LB
Raleigh Rushhour LB

+ Zeitloses Design mit effektvoller Lackierung
+ Präzise Schaltung mit vielen Gängen
+ Gut kontrollierbare Scheibenbremsen

– Federgabel schlägt beim Ausfedern

Unser Lucky Bike Mitarbeiter Vladi aus Würzburg hat das Raleigh Rushhour LB Premium getestet und schildert seine Eindrücke.

Einleitung

Ich fahre selten Trekkingrad. Ein Ausflug mit dem Raleigh Rushhour LB Premium war somit ein Kurzurlaub und eine Erholung von den Strapazen des Rennradfahrens. Aufrechte Sitzposition, komfortabler Gelsattel und eine Federgabel. Wie es sich für ein anständiges Trekking- und Allround-Rad gehört, kann man diese Liste noch fortsetzen. An diesem Rad ist alles dran. Ob entspannter Radausflug mit der Familie oder der tägliche Weg zur Arbeit. Das Raleigh Rushhour LB Premium kann alles, aber wie gut?

Rahmen und Gabel

Auffällig, aber zeitlos schön ist die Lackierung des Raleigh Rushhour LB Premium. Die Asphaltblaue Farbe fällt ins Auge. Der damit lackierte Rahmen ist für den Alltag ausgelegt. Man sitzt aufrecht und hoch oben im Sattel. Das Oberrohr ist relativ kurz gehalten, somit muss man nicht weit nach vorne zum Lenker greifen. Das Rad ist damit also eher ein Stadt- und Alltagsrad als ein sportlicher Tourer. Wer mehrtägige Ausflüge mit viel Gepäck plant, müsste zumindest den Gepäckträger umrüsten. Dieser ist beim Raleigh Rushhour LB Premium nämlich mit nur vier statt wie üblich sechs Streben am Rahmen befestigt und wird bei hohen Traglasten instabil. Die Verarbeitung des Rahmens ist typisch für Raleigh auf hohem Niveau. Die verbaute Suntour NEX Gabel ist eine einfache und relativ schwere Stahlfedergabel. Sie ist in Rahmenfarbe lackiert und lässt sich bei Bedarf vom Lenker aus sperren.

Ausstattung

Geschaltet wird beim Raleigh Rushhour LB Premium mit einer Mischung aus Shimano Acera und Deore Komponenten. Die insgesamt 27 Gänge lassen sich sanft, aber präzise durchschalten und sind so weit gespreizt, dass man wohl nie einen Gang missen wird. Alle Züge sind ununterbrochen am Unterrohr verlegt. Damit sind sie bestens vor Dreck geschützt und müssen seltener ausgetauscht werden. Die Tektro Scheibenbremse steht der sonst so oft verbauten Shimano BR-395 in nichts nach. Die Bremsen sind gut dosierbar und wartungsarm. Praktisch im Alltag sind die Schwalbe Reifen mit leichtem Pannenschutz und die hochwertige LED-Beleuchtung von Axa. Sie ist in den meisten Fällen ausreichend hell und das Rücklicht hat eine Standlichtfunktion. Der Strom für die Lichter kommt aus einem leichtgängigen Shimano Nabendynamo. Auf dem Selle Royal Gelsattel sitzt man auch längere Zeit komfortabel. Die Ergogriffe sind leider nicht verschraubt und rutschen somit leicht aus ihrer Stellung. Ansonsten sind relativ klobige und schwere Anbauteile (Sattelstütze, Lenker und Vorbau) verbaut. Die fallen zwar nicht ins Auge, machen aber das ansonsten leichte Rad unnötig schwerer.

Das Raleigh Rushhour LB Premium im Praxistest

Das Raleigh Rushhour LB Premium bin ich auf dem Weg zur Arbeit und auf einem kleinen Wochenendausflug am Main gefahren. Wie schon in der Einleitung erwähnt, fühlt man sich damit vor allem im Stadtverkehr sicher und wohl. Durch die aufrechte Sitzposition behält man im Straßenverkehr immer den Überblick. Die Federgabel und der Gelsattel ebnen Bodenunebenheiten. Erstere macht leider schlagende Geräusche beim Ausfedern und ist nicht allzu sensibel. Überraschend gut dagegen funktionieren Bremsen und Schaltung. Hier gibt es absolut nichts zu beanstanden. Auf dem Mainradweg und aus der Sicht eines Touren- und Rennradfahrers ist mir die erhöhte Sitzposition zu aufrecht. Vor allem bei Gegenwind muss man ganz schön strampeln, um auf Tempo zu bleiben. Ansonsten rollt das Rad mit wenig Rollwiderstand gut geradeaus.

Fazit

Das Raleigh Rushhour LB Premium ist der Ausstattung nach ein Trekkingrad, fühlt sich aber vor allem im Stadtverkehr wohl. Auch kleinere Wochenendausflüge und Pendlerfahrten sind sicherlich kein Problem. Für lange Touren mit schwerem Gepäck ist der Gepäckträger etwas unterdimensioniert und die Sitzposition zu unsportlich. Wer aber eher Genussradler als Tempofahrer ist, kommt hier auf seine Kosten. An Ausstattung wird man nichts vermissen. Nabendynamo, LED-Beleuchtung, Ständer und Gepäckträger. Alles ist vorhanden. Wer also ein unauffällig stylisches Rad für alles sucht, ist mit dem Raleigh Rushhour LB Premium bestens bedient.

Hier geht’s zum Raleigh Rushhour LB Premium im Lucky Bike Onlineshop.

Autor: Vladislav Shenker (Mitarbeiter in der Werkstatt, Lucky Bike Filiale Würzburg)

Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

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