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Safari Simbaz – Die Reise des Löwen

Bildung durch Sport

Safari Simbaz ist eine kenianische Hilfsorganisation, die von David Kinjah 1998 ins Leben gerufen wurde. Safari Simbaz ist Suaheli und bedeutet so viel wie Reise (Safari) der Löwen (Simbas). Das Hilfsprojekt ist angesiedelt in Muguga, einem Vorort der Hauptstadt Nairobi. Safari Simbaz bietet Kindern und Jugendlichen aus armen Verhältnissen die Möglichkeit, Rad zu fahren, Fahrräder zu reparieren, und will helfen, sie auch neben dem Fahrrad umfassend auszubilden. Das Motto von Safari Simbaz ist „Bildung durch Sport“.

Wir engagieren uns seit dem Frühjahr 2019 für das Projekt Safari Simbaz. Wieso wir das tun und wie auch du zukünftig helfen kannst findest du weiter unten.

Der Gründer: David Kinjah 

Der Gründer von Safari Simbaz David Kinjah ist eine kenianische Radsportlegende. Eine gewisse Berühmtheit erlangte er, da er Christopher Froome, Kenianer britischer Abstammung, entdeckte, förderte und trainierte. Er legte insofern den Grundstein dafür, dass Froome später vier Mal die Tour De France gewinnen konnte. 

Kinjah selbst nahm als einziger schwarzer Fahrer an den Rad-Weltmeisterschaften im Jahre 2000 in Frankreich teil. Nach wie vor ist Kinjah mit seinen fast 50 Jahren einer der erfolgreichsten Radfahrer Kenias.

„Wir benutzen das Fahrrad als eine Art Werkzeug um den Kindern und Jugendlichen Fähigkeiten anzueignen, die ihnen dabei helfen, ihr Leben zu meistern.“

David Kinjah im Interview in Episode 1 der Red Bull Serie „Rob Warner’s Wild Rides“ (ab Minute 2:20).

Das Land: Kenia

In Kenia leben 45 Millionen Menschen, von denen mehr als die Hälfte unter 15 Jahren ist. Ein Großteil dieser Kinder und Jugendliche lebt in Dörfern und Townships, in denen es eine hohe Armut und Arbeitslosigkeit gibt. Die Gefahr mit Kriminalität und Drogen in Kontakt zu kommen, ist für Kinder und Jugendliche besonders groß. Safari Simbaz will den Radsport insofern nutzen, um Kindern und Jugendlichen eine positive Alternative aufzuzeigen und zu bieten. Neben dem eigentlichen Radfahren geht es dabei auch darum, die Kinder und Jugendlichen zu befähigen, ihr Leben zu meistern und beispielsweise als Fahrradmonteure arbeiten zu können. „Fähigkeiten wie Mut, Entschlossenheit, Engagement, Teamwork, Ausdauer und Belastbarkeit sind ein Schlüssel zum Erfolg“, so David Kinjah. 

Der Radsport hat das Leben von David Kinjah grundlegend verändert. Kinjah versucht, kenianischen Kindern und Jugendlichen die gleiche Chance zu ermöglichen. Seit 1998 hat er schon vielen jungen Menschen Hoffnung gegeben und ihnen dabei geholfen, ihr Leben positiv zu verändern.

Paul Sherwen, verstorbener Radsportkommentator und ehemaliger Radsportler, ist zusammen mit Phil Liggett bekannt als die britische Stimme der Tour de France sagte über David Kinjah: „Bei uns wissen nur wenige, wer David Kinjah ist, aber in Afrika ist er eine Legende und einer der wahren Führer der Radsportgemeinschaft auf dem gesamten Kontinent. Als Radfahrer hat er in fast jedem Land unzählige Rennen gewonnen, aber seine wahre Leidenschaft ist es, nicht nur Radfahrer auszubilden, sondern vor allem, große Teamplayer mit den Fähigkeiten, der Leidenschaft und dem Wunsch zu gestalten, diese Welt zu einem besseren Ort für alle zu machen.“ 

Seit 2008 ist das Safari Simbaz-Hilfsprojekt offiziell als Trust in Kenia registriert und wird von einer eigenen Stiftung unterstützt. Weitere Informationen dazu findest du auf der Website: www.safarisimbaz.com.

Das Safari Simbaz Camp

Das Camp in Muguga dient nicht nur als Fahrradwerkstatt und Trainingslager, sondern es bietet auch Schlafräume, eine Küche, sanitäre Anlagen und Lagerräume für Fahrräder und Ersatzteile. Fahrradbegeisterte Kenianerinnen und Kenianer trainieren und lernen hier gemeinsam unter Anleitung den Umgang mit Fahrrädern. Dabei geht es nicht nur um Sport, denn für viele ist das Fahrrad auch ihr wichtigstes Fortbewegungsmittel – etwa für den Weg zur Schule.

Samuel Wafula


„Bevor ich zu Safari Simbaz gekommen bin war es sehr schwer für mich. Hier habe ich Unterstützung bekommen und habe etwas gelernt mit dem ich Geld verdienen kann. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich ein Rad zum Trainieren und einen Platz zum Schlafen bekommen habe. Ich träume davon, eines Tages auch in anderen Ländern an Rennen teilzunehmen und ein erfolgreicher Radsportler zu werden.” 

Samuel Wafula

In naher Zukunft soll ein weiteres Camp in Naro Moru, in der Nähe des Mount Kenia, entstehen. Hierfür benötigt Safari Simbaz weitere Fahrräder, Ersatzteile und Werkzeug.

Wie wir auf Safari Simbaz aufmerksam geworden sind

Einer unserer Mitarbeiter (Jan K) nahm im Jahr 2018 an einem Mountainbike Rennen am Mount Kenia teil. Dabei lernte Jan David Kinjah und Safari Simbaz kennen und beschloss, für Safari Simbaz aktiv zu werden. Nachdem Jan uns von dem Projekt berichtete und wir im Anschluss mit David Kinjah in Kontakt traten, war schnell klar, dass wir das Projekt unterstützen möchten und uns für diese Sache engagieren wollen.

Was wir tun

Da es vor Ort keinen direkten Zugang zu Ersatzteilen gibt, organisieren wir – neben finanzieller Unterstützung – auch den regelmäßigen Versand von den dringend benötigten Fahrradteilen und Equipment. 

Langfristig wollen wir Safari Simbaz auch im Aufbau des zweiten Standorts unterstützen. Dazu planen wir einen Überseecontainer mit Fahrrädern, Ersatzteilen und Zubehör nach Kenia zu schicken.

Wie du helfen kannst

Nach dem Start der Aktion werden wir dich online und in den Filialen umfassend informieren, welche Sachspenden benötigt werden und diese in unseren Filialen sammeln.

Auch intern werden wir unsere Lucky Guides in den Werkstätten aufklären, welche Teile in Kenia für Reparaturen weiterverwendet werden können. In den folgenden Monaten sammeln unsere Werkstätten Spenden und Teile für das Safari Simbaz Projekt.

Warum wir uns engagieren

Neben der Tatsache, dass wir das Projekt insgesamt für förderungswürdig erachten, spielt natürlich unsere Nähe zum Produkt Fahrrad die für uns entscheidende Rolle. Wir glauben, dass das Projekt Safari Simbaz nachhaltig ist, da gebrauchte Fahrräder, Teile und Werkzeuge weiterverwendet und nicht entsorgt werden. Die Nutzungsdauer der Teile verlängert sich und eröffnet zusätzlich Kindern und Jugendlichen in Kenia neue Möglichkeiten, um sich weiter zu entwickeln. Die Projektidee überzeugt uns, weil sie Hilfe zur Selbsthilfe bietet und für eine Wertschöpfung in Kenia sorgen kann.

Es würde uns freuen, wenn du uns in unserem Vorhaben unterstützen würdest.

Vielen Dank!

Veröffentlicht am 19. November 2021

Redaktion Lucky Bike

Unsere Lucky Bike-Redaktion ist so vielfältig, wie unsere gesamte Unternehmensfamilie. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen berichten über ihre Lieblingsthemen, schreiben News, berichten von Veranstaltungen oder testen regelmäßig Fahrräder, die wir in unseren Filialen oder im Online Shop anbieten. In der Redaktion sind unsere Kolleginnen und Kollegen versammelt, die vereinzelt Testberichte, Newsbeiträge oder informative Texte rund um das Thema Fahrrad schreiben.

Die Testberichte unserer Redaktion spiegeln ihre Erfahrungen, Ergebnisse und Meinungen objektiv hier bei uns im Blog wider.