Radeln mit Mass?

Ein Prosit, ein Prosit – und dann mit dem Auto von der Wiesn nach Hause? Klar, das ist tabu. Aber das Fahrrad ist in diesem Fall keine Alternative – denn auch das kann gefährlich werden. Die Promillegrenze für Radfahrer liegt in Deutschland bei 1,6 Promille – in diesem Zustand nimmt man sich bereits selbst als betrunken wahr. Natürlich erscheint dieser Grenzwert im Vergleich zum 0,5-Promille-Limit für Autofahrer zunächst großzügig. Doch gefährlich kann’s für Biker auch früher werden: Schon ab einem Promillewert von 0,5 macht sich Alkohol im Körper bemerkbar, Konzentration, Koordination und Aufmerksamkeit lassen merklich nach. Rund fünf Prozent aller Fahrradunfälle mit tödlichem Ausgang gehen auf betrunkene Radfahrer zurück. Ein nüchterner Radler mit Tempo 20 hat einen durchschnittlichen Bremsweg von zehn Metern, ein alkoholisierter Radler hochprozentig mehr.

Mal abgesehen vom Unfallrisiko ist Alkohol am Fahrradlenker auch sonst nicht zu empfehlen. Je nach Pegel und Fahrverhalten drohen teure und empfindliche Strafen. Die Sanktionen konkret: Radler, die mit mehr als 1,6 Promille auf dem Rad unterwegs sind (rechtlich gesehen ist das eine Straftat!), müssen mit drei Punkten in Flensburg, einem Bußgeld und einer MPU rechnen. Wer dabei durchfällt, kann den Auto-Führerschein verlieren oder sogar ein lebenslanges Fahrrad-Fahrverbot bekommen. Schon bis zur MPU gilt normalerweise eine mindestens sechsmonatige Sperrfrist für den Führerschein. Bei einer auffälligen Fahrweise, wie zum Beispiel Schlangenlinien, Radeln ohne Licht, Ignorieren von Verkehrszeichnen oder gar einem Unfall droht schon ab einem Promillewert von 0,3 eine Strafanzeige. Meist kommen noch ein individuelles Bußgeld und Punkte oben drauf. Übrigens ist die deutsche Promillegrenze im europäischen Vergleich keineswegs streng. In Tschechien (0,0 Promille), Italien (0,5 Promille) und Österreich (0,8 Promille) liegt sie weit niedriger.

Das nüchterne Fazit: Den eigenen Alkohol-Pegel unbedingt im Auge behalten, zum Beispiel mit einem geeigneten Promillerechner (https://www.sueddeutsche.de/tools/alkoholrechner). Das Ergebnis kann – leider nur im übertragenen Sinne – ernüchternd sein: So hat eine Frau mit 60 Kilo Körpergewicht nach einer Mass schon 1,32 Promille intus. Auch ein Mann mit 70 Kilo Körpergewicht erreicht nach dem ersten Wiesnbier knapp ein Promille. Deshalb sollten Oktoberfestbesucher den Rückweg vom Bierzelt besser gleich mit den Öffentlichen oder dem Taxi einplanen. Auch aus ganz praktischen Gründen – nicht jeder erinnert sich im betrunkenen Zustand, wo er ein paar Stunden früher im Trubel rund um die Theresienwiese seinen Drahtesel geparkt hat…

Der frühe Radler fängt den Platz: Mit dem Fahrrad unterwegs im MVV

Wer kennt das nicht: Hochmotiviert hat man den Drahtesel gesattelt, um an den See zu radeln – und dann fängt es plötzlich an wie aus Eimern zu gießen. Was liegt also näher, als mit dem Fahrrad kurzerhand in die Bahn zu steigen, um den Wettereinbruch ohne Zeitverlust zu überbrücken? Nur sollte man dafür ein paar Dinge beachten, um gut gelaunt ans Ziel zu kommen. … weiterlesen

Win Win auf zwei Rädern

Der Münchner IT-Spezialist iteratec least seit April 2018 Jobräder für seine Mitarbeiter. Das Angebot ist ein Gewinn für beide Seiten.

Lucky Bike Radlbauer - Top-Beratung - Fahrradleasing

In der IT-Branche sind Fachkräfte immer heiß begehrt. Gutes Personal zu finden und zu halten ist für die Firmen nicht immer leicht. Das wissen auch die Geschäftsführer der Firma iteratec, die individuelle Software für große Kunden wie BMW, Audi oder die Deutsche Bahn entwickelt. iteratec beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter, circa 140 davon am Hauptstandort München. Das mehrfach für seine Arbeitnehmerfreundlichkeit ausgezeichnete Unternehmen ist stolz auf seine flachen Hierarchien, die es dem Team ermöglichen, selbstständig Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Eine dieser Ideen war vor knapp zwei Jahren das Leasing von Dienstfahrrädern. „Zuerst hatte ein Kollege darüber in unserem internen Hub geschrieben. Die Chefs fanden die Idee super und im Dezember 2017 wurde das Fahrradleasing allen Mitarbeitern vorgestellt“, erzählt Monika Lamprecht, die bei iteratec für das Projekt verantwortlich ist. … weiterlesen

Stadt übernimmt Ziele des Radentscheids

Der Erfolg des Radentscheids zeigt, dass die Interessen der Münchner Radler nicht länger vernachlässigt werden können.

Radentscheid Radlbauer München

Wenn alles gut läuft, brechen für Münchens Radler bald bessere Zeiten an. Am 24. Juli hat der Stadtrat die Forderungen der beiden Bürgerbegehren zum Altstadtdring sowie zum Radentscheid vollumfänglich beschlossen und verzichtet damit auf einen Bürgerentscheid. Mit Ausnahme der Bayernpartei stimmten alle Parteien dafür, die Ziele zu übernehmen und für eine bessere und sichere Fahrradinfrastruktur in München zu sorgen. Wirklich überraschend kam das nicht, hatten die Initiatoren doch schon nach drei Monaten mehr als 160.000 Unterschriften gesammelt. Das ist mehr als das Doppelte der jeweils 33.000 benötigten Unterschriften. Damit sind Altstadtring und Radentscheid die erfolgreichsten Bürgerbegehren in der Geschichte Münchens. … weiterlesen

Stadtradeln und mehr

Mit dem Fahrrad aktiv sein

Dass das Fahrrad zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln gehört, ist kein Geheimnis. Dass eine Fahrt mit dem Bike aber auch die Möglichkeit eröffnet etwas zu gewinnen oder Gutscheine zu „erfahren“, das ist neu.

Vor dem Hintergrund der Klimakrise und trotz der Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte erfährt das Radfahren ein neues Hoch. Immer mehr Menschen setzten vor allem in Städten auf das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel und genießen zum einen gesundheitliche Vorteile und helfen zum anderen dabei, CO² und andere klimaschädliche Gase sowie Kosten für Benzin einzusparen. … weiterlesen

Das Cube LITENING C:68X – ein erster Eindruck

Ein Rennrad für alle, die mehr wollen!

Cube LITENING C:68X Team Wanty-Groupe Gobert

„Die Regeln für Rennräder [werden] komplett neu“ geschrieben, verkündet Cube auf seiner Webseite zum brandneuen Rennrad Cube LITENING C:68X, das als Teambike bei der Tour de France zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Keine Frage, dass der Ausrüster des Teams „Wanty-Groupe Gobert“ die Ansprüche besonders hoch ansetzt, um etwas ganz Besonderes auf die Beine zu stellen. Als eher komfortorienterter Rennradfahrer war ich skeptisch, ob mich dieses neue Konzept ansprechen würde. … weiterlesen