Mountainbiking – rasante Rennen, rasante Entwicklung!

Der Mountainbike-Sport hat sich mittlerweile als feste Größe in der Radsport-Welt etabliert und auch die Bikes sind im Alltag angekommen. Doch wie kam es eigentlich dazu? Das Mountainbiking ist ein relativ junger Sport und hat eine enorme Entwicklung zurückgelegt: im sportlichen wie auch im technischen Bereich. Hier fassen wir für Sie die Geschichte des Mountainbikings von seinen Anfängen bis heute zusammen.

Die glorreichen 70er

Drei Namen und ein Ort werden heute allgemein als Startpunkt des Mountainbikings angesehen. Garry Fisher, Joe Breeze und Charles Kelly bildeten 1973 den Kern einer Gruppe von Radsportlern die am Mount Tamalpais in Kalifornien die Schotterpisten unsicher machten. Am Anfang nutzten sie dafür „Schwinn Cruiser“, deren Rahmenkonstruktion aus den 30er Jahren stammt. Da diese Bikes sehr schwer waren, wurden sie ausschließlich für Abfahrten genutzt. Daher waren die ersten Mountainbiker eigentlich reine Downhill-Fahrer. Ab 1976 fanden auch die ersten regelmäßigen Rennen am Mount Tamalpais statt. Die immer größere Beliebtheit des Mountainbikings bewog Tom Ritchey, Charles Kelly und Gary Fisher zur Gründung der Firma Mountainbike. Dies war der erste Hersteller von MTB-Teilen und kompletten Mountainbikes.

Der Boom

Zu Beginn der 1980er Jahre ging es mit dem Mountainbiking dann nicht mehr nur bergab sondern vielmehr steil bergauf. So wurden 1983 mit den Norba Nationals die ersten US-Meisterschaften im Mountainbiking ausgetragen.
Ende der 80er Jahre kam diese Sportart auch im europäischen Raum voll an und die Firma Grundig organisierte 1988 mit dem Grundig Challenge Cup die erste Serie von Mountainbike-Rennen in ganz Europa. Gleichzeitig fanden in Deutschland die ersten Deutschen Meisterschaften statt. 1990 wurde Mountainbiking dann offiziell von der Union Cycliste Internationale (UCI) anerkannt und in das Renn-Programm aufgenommen. Im Laufe der Jahre und mit der steigenden Zahl an Wettkämpfen differenzierte sich das Mountainbiking weiter aus und es entstanden unter anderem die Varianten Cross-Country, Marathon und Downhill. 1996 folgte dann der absolute Durchbruch, als das Cross-Country Mountainbiking in Atlanta olympisch wurde und seitdem zum festen Programm gehört.

Die technische Entwicklung

In den Anfängen des Mountainbikings wurden noch die Cruiser-Bikes, die aufgrund ihrer Stabilität und breiten Reifen damals am besten für die Downhill-Fahrten geeignet waren, zweckentfremdet. Doch nach und nach passten die ersten Mountainbiker die Fahrräder ihren Anforderungen an. So wurde 1977 von Joe Kelly das erste echte Mountainbike aus dünnwandigen und daher leichteren Stahlrohren hergestellt. Bei der Verbesserung ihrer Bikes bedienten sich die Mountainbiker bei der Motorradtechnik und modifizierten beispielsweise Lenker und Bremsen. Davon ausgehend belebten immer mehr Hersteller wie Shimano und Specialized den wachsenden Markt und trieben die Entwicklung des Mountainbikes voran.
Die Technik der Mountainbikes wurde auch in den 80er stetig weiterentwickelt. So wurden die Rahmen nicht mehr aus Stahlrohren, sondern auch aus Aluminium oder Titan hergestellt. Auch die Bremsen wurden, mit der Einführung der Cantilever-Bremsen, den extremen Anforderungen des Mountainbikings angepasst. Die Herstellung entwickelte sich zur Massenfertigung, vor allem in Japan und Taiwan, die zu günstigeren Preisen führte. Daneben gab und gibt es aber immer noch kleine Hersteller, die sich auf bestimmte Komponenten spezialisiert haben. Diese rasante technische Entwicklung blieb nicht unbemerkt. Viele der technischen Innovationen im Bereich Mountainbike werden heute in sämtlichen Fahrradtypen verwendet.
In jüngster Zeit geht die Entwicklung wieder in Richtung Handarbeit, die natürlich ihren Preis hat. Zudem ist ein Trend zurück zu Stahlrahmen zu erkennen, wie auch die diesjährige NAHBS (North American Handmade Bicycle Show) zeigte.

Andreas

Andreas hat im Grundschulalter schon an seinem Fahrrad geschraubt, um den BMX Fahrern Konkurrenz zu machen. Ein paar Jahre später hat er das Rennrad seiner Schwester heimlich für die ersten Ausfahrten genutzt und seit ein paar Jahren fährt er quer durch Europa – mit oder ohne Gepäck, mit dem Rennrad, dem MTB oder dem Tourenbike. Und das Schrauben übernimmt er immer noch selbst, auch wenn er seit 2010 für Lucky Bike im Onlinemarketing Team ist. Hier findest du alle Beiträge von Andreas.

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