Licht an! Darauf musst du bei der Beleuchtung am Fahrrad achten

Das Wichtigste rund ums Fahrradlicht

Fahrradlicht - die wichtigsten Infos rund um die Fahrradlampe - Titelbild - Lucky Bike

Auch wenn die Beleuchtung am Fahrrad das ganze Jahr über relevant ist, spielt sie im Herbst und Winter eine besondere Rolle. Für die Sicherheit am Fahrrad ist die Lichtanlage genauso wichtig wie die Bremsen. Die Pflicht zur Fahrradbeleuchtung gibt es schließlich nicht umsonst. Sichtbarkeit und Übersicht sind dabei die Stichwörter. Aber was macht eine gute Fahrradlampe aus und woher weißt du welches Fahrradlicht das Richtige ist? Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Fragen rund um Fahrradlampen, Fahrradlicht und Fahrrad-Scheinwerfer.

Alles leuchtet – LED Fahrradlampen

Das Licht flackert und sobald das Rädchen des kleinen, schwarzen Dynamos nicht richtig an der Felge sitzt, ist das Fahrradlicht weg. Das war bis vor ein paar Jahren noch ein Alltagsproblem von Radlern. Heute sieht das ganz anders aus. Die aktuellen Dynamos sind in die Radnabe des Vorderrads integriert und haben mit den alten Seitenläufer-Dynamos nur noch den Zweck gemein. Die alte Glühlampe, die wir noch von unserem ersten Fahrrad kennen, hat ebenfalls ausgedient. Mittlerweile beherrschen LEDs die Beleuchtung am Rad.

An welchem Fahrrad braucht es eine fest verbaute Beleuchtung?

Nabendynamos sind der etablierte Standard für die Erzeugung von Licht am Fahrrad. Vor allem Trekking– und Citybikes sind damit ausgestattet. Sie bieten somit vor allem Pendlern eine konstante Beleuchtung auf ihren Wegen. Die Vorteile von fest am Fahrrad verbauten Lichtanlagen sind zum einen ihre Langlebigkeit und zum anderen ihre perfekte Integration in das Rad. Die wartungsarmen Beleuchtungssysteme bieten mittlerweile Standlicht, Einschaltautomatik und teilweise auch Distanzwarner. Und durch den Einbau muss sich der Fahrer keine Gedanken um leere Akkus machen.
Die langlebigen LEDs sind sowohl in den Frontscheinwerfern als auch in den Heckleuchten der Fahrräder verbaut. Der sparsame Verbrauch und die ausgereifte Technik der modernen leichtgängigen Nabendynamos ermöglichen zu jeder Tageszeit eine gute Leuchtkraft, ohne den Tritt bei der Fahrt zu erschweren. Somit gehört eine gute Lichtanlage bei höherwertigen Touren-Rädern zur Standardausstattung und ist nicht mehr weg zu denken. Obwohl die fest verbauten Fahrradlampen viele Vorteile bieten, sind sie nicht an allen Bikes gern gesehen.

Fest verbaut? Fahrradlicht aus Akkupower

Fahrradlampen müssen nicht zwingend fest verbaut sein. Seit 2013 dürfen auch akkubetriebene Leuchten am Bike genutzt werden. Was vorher lediglich Rennrädern bis zu einem Gewicht von elf Kilo vorbehalten war, kann nun von allen Radfahrern genutzt werden. Vor allem Radsportler, die bei ihren Rennrädern und Mountainbikes auf zusätzliches Gewicht achten, freuen sich über das einfach zu montierende und abnehmbare Fahrradlicht. Auch im Alltag beispielsweise bei Cross-Bikes, die neben der Fahrt zur Arbeit, Schule oder Uni auch für sportliche Aktivitäten genutzt werden können, sind die mobilen Leuchten praktisches Zubehör, das eine fest verbaute Lichtanlage ersetzt.

Worauf muss ich beim Kauf von Fahrradlampen mit Akkus achten? Welches Fahrradlicht ist erlaubt?

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Beim Kauf von Akku- und Batterie-Leuchten für das Fahrrad sind wenige Punkte zu beachten. Zum einen muss das Fahrradlicht nach der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) zugelassen sein. Das zeigt die vom Kraftfahrtbundesamt vergebene K-Nummer an. Die mit einem Wellensymbol gekennzeichnete Nummer ist im Regelfall auf dem Gehäuse der Lampe eingeprägt.
Damit eine Lampe StVO-konform ist, muss sie beispielsweise eine klar sichtbare Lichtkante haben. Die sogenannte Hell-Dunkel-Kante sorgt dafür, dass der Gegenverkehr nicht ungewollt geblendet wird.

Dazu kommen noch weitere Vorgaben, die das Fahrradlicht nach der StVo erfüllen muss:

Fahrrad-Frontscheinwerfer:

  • Der Lichtkegel muss nach vorne zeigen.
  • Die Lichtfarbe muss weiß sein.
  • Die Lichtstärke muss mindestens zehn Lux stark sein.
  • Es muss eine klare Hell-Dunkel-Kante sichtbar sein.

Fahrrad-Rückleuchte:

  • Die Lichtfarbe muss rot sein.
  • Das Rücklicht darf nicht tiefer als 25 cm über dem Boden montiert sein.
  • Rücklicht und Frontleuchte dürfen nicht blinken. Selbst wenn viele Leuchten diese Funktion anbieten, ist sie in Deutschland nicht zugelassen.

Eine Standlichtfunktion ist sowohl bei Front- und Rücklicht zugelassen und gern gesehen, aber keine Pflicht.

Beleuchtung am Fahrradanhänger

Auch Fahrradanhänger sind nicht von der Beleuchtungspflicht ausgenommen. Anhänger, die seit 2018 auf den Markt kommen, sind verpflichtend mit Rückstrahlern (auch Katzenaugen genannt) ausgerüstet. Ab einer Breite von 60 Zentimetern muss außerdem ein Rücklicht angebracht werden. Das gilt auch bei einer geringeren Breite, falls der Anhänger mehr als 50 Prozent des Rücklichtes am Fahrrad verdeckt. Ist der Anhänger breiter als ein Meter, muss auf der linken Seite zusätzlich noch eine Leuchte mit weißem Licht angebracht werden.

Lux und Lumen? Was sagen die Zahlen über die Qualität der Fahrradlampen?

Immer mehr, immer größer und immer weiter. Wie auch bei der Anzahl von Megapixeln in Digitalkameras überbieten sich manche Hersteller im Zahlenspiel mit den Lichtwerten rund um Lux und Lumen. Ganz klar lässt sich sagen: Mehr ist nicht immer besser. Wir erklären, worauf es wirklich beim Fahrradlicht wirklich ankommt.

Was sagen die Bezeichnungen zu Lux und Lumen auf den Fahrradlicht-Verpackungen aus?

Lux beschreibt die Beleuchtungsstärke/Lichtleistung auf der angestrahlten Fläche. Die Intensität wird im Zentrum des Lichtkegels in einer Entfernung von zehn Metern zur Lichtquelle gemessen. Dabei musst du keine übermäßig hohe Zahl erreichen. So strahlt ein Laserpointer beispielsweise mit mehr als tausend Lux. Das ist aber am Fahrrad wenig zielführend. Ein Fahrradlicht muss nach gesetzlicher Vorgabe mit mindestens 10 Lux strahlen. Wir empfehlen dir, dich mit Scheinwerfern auszustatten, die zwischen 15 und 30 Lux bringen. Damit erhöhst du deine Sichtbarkeit im Straßenverkehr enorm.

Lumen dagegen wird als Messwert für den Lichtstrom genutzt. Der beschreibt das abgegebene Licht der Lampe. Gleichmäßigkeit oder Richtung spielen dabei jedoch keine Rolle. Wichtig ist die Qualität des abgestrahlten Lichts. Das Lichtfeld muss gleichmäßig sein und bei jeder Geschwindigkeit gut ausleuchten.

Die Angaben zu Lux und Lumen können somit als erste Orientierung genutzt werden. Eine Prüfung vor der ersten Fahrt oder vor Ort in der Filiale solltest du aber idealerweise durchführen, damit deine Sichtbarkeit und Sicherheit gewährleistet sind, ohne den entgegenkommenden Verkehr zu blenden. Mit einer klaren Lichtkante bist auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Fahrradlicht am E-Bike – eine Klasse für sich

Auch E-Bike und Pedelec benötigen eine gute Lichtanlage. Der Strom aus dem Akku ermöglicht jedoch ausgeklügeltere Systeme als beim klassischen Nabendynamo – schließlich steht hier vom Stand weg Energie zur Verfügung. Somit können Standleuchten, Scheinwerfer mit Fern- und Abblendlicht oder sogar Blinker verbaut werden, ohne auf externe Stromquellen angewiesen zu sein. In Zukunft können so auch spezielle Fahrradlampen gebaut werden, die direkt in den Rahmen eingearbeitet sind, zum Beispiel Rückleuchten in der Sattelstütze. Hier liegt noch viel Potential und wir dürfen uns sicher auf innovative Ideen freuen.

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Wie stelle ich das Licht am Fahrrad richtig ein?

  • Der hellste Punkt des Lichtkegels sollte circa zehn Meter vor dem Rad auf der Straße sichtbar sein.
  • Die Straße sollte gut erkennbar sein.
  • Die Hell-Dunkel-Grenze des Lichtfeldes sollte etwas niedriger als die Mitte des Scheinwerfers liegen. Dann ist garantiert, dass der Gegenverkehr nicht geblendet wird.
  • Gegenstände (beispielsweise Verkehrsschilder), die über Kopfhöhe liegen, sollten nicht im Licht liegen.
  • Idealerweise prüfst du den Sitz der Lampe und das Lichtfeld vor jeder Fahrt. Schließlich kannst du die Lampe unabsichtlich, schon durch etwas Druck, etwa beim Anlehnen des Rades, verstellen.

Beachtest du diese Punkte, steht deiner sicheren Fahrt in der Dunkelheit nichts im Wege.

Fahrradlampen für Akku- und Dynamobetrieb

Jan

Jan ist seit der Grundschule fast immer mit dem Rad unterwegs. Pendeln mit dem Auto? Unvorstellbar. Er liebt sein Cube Hyde Pro, das ihn jederzeit zuverlässig durch die Stadt trägt. Außerdem fährt er seit 2003 Rennrad und liebt lange Ausfahrten auf den Landstraßen rund um Düsseldorf.Sein Traum ist es einmal mit dem Rennrad durch Europa zu reisen. Seit 2018 arbeitet er bei Lucky Bike im Onlinemarketing und hat so eine Leidenschaft für E-Bikes entwickelt. Hier findest du alle Beiträge von Jan.

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