Fahrradlicht – rechtliche Grundlagen

Licht? – Aber sicher!

Es wird Herbst, die Tage werden kürzer und die „dunkle“ Jahreszeit beginnt. Damit wird das Thema Fahrradbeleuchtung wieder aktuell. Eine funktionstüchtige Beleuchtungseinrichtung ist zwar auf öffentlichen Straßen ganzjährig vorgeschrieben, doch häufig fallen Defekte Nutzern und Ordnungshütern erst in den Wintermonaten auf. Nun ist schnelles Handeln gefragt, denn je kürzer die Tage werden, desto wichtiger wird die Lichtfrage – nicht nur, um auf schlecht beleuchteten Strecken den Weg zu finden, sondern auch um für Autofahrer und übrige Verkehrsteilnehmer gut sichtbar unterwegs zu sein. Abgesehen davon: Fahren ohne Licht kostet im schlimmsten Fall ein Bußgeld von 35 Euro! Dieses Geld hätte im Vorfeld besser in ein funktionierendes Fahrradlicht investiert werden können – diese Investition steht nachträglich ohnehin an.

Rechtliche Grundlagen
In der Straßenverkehrsordnung benennt der §67 die am Fahrrad zwingend vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen. Es wird unterschieden zwischen passiver Beleuchtung (Reflektoren) und aktiver Beleuchtung (per Dynamo oder Batterien betriebene Lampen). Im Detail besteht die passive Beleuchtung aus weißem Frontreflektor, rotem Z-Rückstrahler, gelben Pedalreflektoren und Speichenreflektoren. Letztgenannte können durch weiße, umlaufende Reflektorstreifen an der Seitenwand des Reifens ersetzt werden. Bei der aktiven Beleuchtung, also Frontleuchte und Rücklicht, gab es glücklicherweise Ende 2013 eine längst überfällige Gesetzesnovelle. Nach dieser ist nun auch batteriebetriebene Beleuchtung an allen Fahrradtypen zulässig – vorher durften nur „Sportgeräte unter 12kg“ mit dieser Beleuchtung ausgestattet werden, in erster Linie also Mountaibikes und Rennräder. Zusammen mit den mittlerweile weit verbreiteten Nabendynamos sind die Zeiten von durchrutschenden und ineffizienten Seitenläuferdynamos vorbei. Vorbei sind auch die Zeiten von durchgebrannten Rücklichtbirnen und flackerndem Frontlicht, denn lichtstarke LEDs kombiniert mit effizienter Reflektortechnik gehören bei moderner Fahrradbeleuchtung zum breiten Standard.

Lichtleistung
Laut Gesetz ist eine Lichtleistung von 10 Lux für die Frontleuchte ausreichend. Jeder Radfahrer sollte selbst entscheiden, ob dies für die individuellen Ansprüche und Strecken tatsächlich ausreichend ist. Die dynamobetriebenen Modelle der führenden Hersteller bringen bereits heute bis zu 100 Lux Lichtausbeute, Batterieleuchten können noch einmal weit heller sein. Insofern steht hier die volle Bandbreite der Produktpalette zur Auswahl.

Fazit
Durch die hohe Lichtleistung der modernen Fahrradlampen und die mittlerweile erlaubten Batterielichter ist es für Radfahrer leichter denn je, bei Dunkelheit sicher im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Einzige Grundvoraussetzung: Die Beleuchtung funktioniert! Aber dank der Lucky Bike Beleuchtungsangebote sollte auch das kein Hindernis mehr sein!

Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

Unsere Lucky Bike / Radlbauer Redaktion ist so vielfältig, wie unsere gesamte Unternehmensfamilie. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen berichten über ihre Lieblingsthemen, schreiben News, berichten von Veranstaltungen oder testen regelmäßig Fahrräder, die wir in unseren Filialen oder im Online Shop anbieten. In der Redaktion sind unsere Kolleginnen und Kollegen versammelt, die vereinzelt Testberichte, Newsbeiträge oder informative Texte rund um das Thema Fahrrad schreiben. Die Testberichte unserer Redaktion spiegeln ihre Erfahrungen, Ergebnisse und Meinungen objektiv hier bei uns im Blog wider.