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Fahrradfahren in Zeiten von Corona – drei Pros für das Rad

Welche Vorteile bietet das Radfahren und wie mache ich es verantwortungsvoll?

COVID-19 hält derzeit jeden einzelnen von uns in Atem und gefühlt erreichen uns stündlich neue Fakten, die häufig schon eine Stunde später Makulatur sind. Es stellen sich in allen Lebensbereichen Fragen, die derzeit niemand wirklich beantworten kann. Es gibt auch niemanden, der weiß, wo all das hinführen wird.

Auch wir haben keine Antworten parat und sind mitnichten Experten in Bezug auf das Coronavirus. Unabhängig davon möchten wir mit diesem Beitrag aber eine Lanze für das verantwortungsvolle Radfahren brechen. Nicht nur, aber gerade in Zeiten wie diesen. Übrigens auch, weil wir über all unsere Kanäle Anfragen zu der derzeitigen Situation erhalten.

Letztlich bietet das Fahrrad aus unserer und der Sicht vieler Experten drei Vorteile: zwei gemeinschaftliche und einen individuellen.

Vorteil 1: „Flatten the curve“

flattenthecurve ist einer der populären Hashtags in diesen Zeiten. #flattenthecurve appelliert an unsere Vernunft und geht uns alle an. Es ist letztlich ein Aufruf, uns solidarisch und nicht egoistisch zu verhalten. Möglichst wenig soziale Kontakte ist die Devise, um die Zahl an Neuinfektionen zu verlangsamen und das Gesundheitssystem stabil zu halten.

Daraus resultiert, zumindest solange es noch keine Ausgangssperre gibt, dass das Fahrrad ein wirklich gutes Verkehrsmittel ist. Zumindest dann, wenn das so genannte „social distancing“ von jedem beachtet wird. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wies schon in der letzten Woche daraufhin, dass das Fahrrad derzeit das bessere Verkehrsmittel im Vergleich zum öffentlichen Nahverkehr sei. In die gleiche Richtung argumentiert Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charité. „Nehmen Sie das Fahrrad für den Weg zur Arbeit! Die Ansteckungsgefahr ist gering und frische Luft tut gut!“

Vorteil 2: Umweltschonung mit dem Fahrrad

Dass das Fahrrad auch unter Umweltaspekten ein ideales Verkehrsmittel ist, ist hinlänglich bekannt und kaum anzweifelbar.

Definitiv also schonmal zwei Argumente pro Fahrrad und beide nutzen der Gemeinschaft!

Vorteil 3: Stärke deine Gesundheit mit dem Fahrrad

Der dritte Vorteil des Radfahrens in Zeiten von Corona ist in erster Linie ein individueller Vorteil – genaugenommen aber auch ein gemeinschaftlicher.

Beim Radfahren bewege ich mich an der frischen Luft und stärke meine Atemwege (die Lungenfunktion), mein Immun- und mein Herz-Kreislauf-System. Das macht mich stark und unempfindlicher gegenüber Viren. DER SPIEGEL zitiert in diesem Zusammenhang beispielsweise den Ulmer Pneumologen Michael Barczok vom Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner (BdV). „Sie atmen intensiver, das heißt, Sie reinigen Ihre Lunge gut. Und das ist in punkto Virusprotektion optimal. Das Fahrrad ist gerade jetzt auch aus diesem Grund ein sinnvolles Fortbewegungsmittel.“ Die Hamburger Morgenpost zitiert Dr. Thomas Fenner, Facharzt für Mikrobiologie und Infektiologie: „Radfahren ist generell gut und stärkt das Immunsystem.“

Insgesamt belegen heutzutage sehr viele Studien die positiven Aspekte des Radfahrens in Bezug auf die eigene Gesundheit. Insofern ist dies das dritte Argument für die Nutzung des Fahrrads im Alltag.

Aufgrund dieser drei Argumente, nehmen wir uns heraus, eine Lanze für das Radfahren zu brechen – insbesondere in diesen besonderen, vom Coronavirus geprägten Zeiten.

Radelt möglichst viel, radelt aber bitte sehr vorsichtig, ohne einen Sturz zu riskieren, haltet Abstand und bleibt gesund!

Fakten zum Radfahren in Zeiten von Corona

Worauf sollte ich bei einer Radtour zurzeit achten?

  • Vermeiden von Menschenansammlungen
  • Keine unnötigen Risiken eingehen
  • Keine Gruppenausfahrten unternehmen
  • Kein Stopp an der Eisdiele oder im Café
  • Mindestabstand zu anderen Radfahrern und Fußgängern einhalten

Und noch ein Pro: Mit dem Fahrrad gegen den Winterspeck

Ein weiterer Vorteil am Radfahren ist, dass es sich perfekt eignet, um dem Winterspeck den Kampf anzusagen. Studien kommen regelmäßig zu dem Ergebnis, dass Fett am effektivsten mit mäßigem und regelmäßigem Ausdauertraining verbrannt wird. Und da Radfahren neben dem Laufen und Spazierengehen derzeit die einzige Sportmöglichkeit an der frischen Luft ist, bietet es sich an, diesen Kampf auf dem Rad anzunehmen.

Den Kalorienverbrauch beim Radfahren genau zu bestimmen, ist nicht leicht. Er ist abhängig von verschiedenen Faktoren, z.B. dem Gewicht, dem Alter und der Größe. Grob lässt sich sagen, dass der Kalorienverbrauch einer 30-minütigen Radtour bei 200 – 250 kcal (Kilokalorien) liegt.

Als Belohnung dürft ihr neben dem Abnehmen auf Glückshormone wie Endorphin und Adrenalin hoffen, die in diesen Zeiten helfen, etwaige Stimmungstiefs aufzuhellen.

Weitergehende Informationen dazu findet ihr bei uns im Blogbeitrag „Fit bleiben mit dem Fahrrad“.

Weiterführende Informationen zum Radfahren und Corona

Der SPIEGEL: „Fahrradfahren senkt das Infektionsrisiko“

Hamburger Morgenpost: Radfahren ist generell gut und stärkt das Immunsystem“, sagt Dr. Thomas Fenner, Facharzt für Mikrobiologie und Infektiologie

Der Tagesspiegel: „Fahrrad fahren gilt als gesund. Der Bewegung wegen. Vielleicht aber war Fahrradfahren nie so gesund wie heute – oder wäre es, wenn mehr Leute es tun würden

RP-Online: „Diesen Sport können Sie in der Corona-Krise noch betreiben

Der Tagesspiegel: Jens Spahn rät mit dem Rad zu fahren

SWR: Freiburger Experte rät, aufs Fahrrad zu steigen

Lieber auf dem Rad nass werden, als andere zu gefährden.

Antes empfiehlt: „Ich würde heute aufs Fahrrad steigen.“ Vielleicht mal nass zu werden, könne man gut in Kauf nehmen, wenn sich so etwa die eigenen, schwer kranken Großeltern schützen ließen, so der Gesundheitsexperte. „Das ist es wert.“

Veröffentlicht am 19. März 2020
Christian

Christian

Christian fährt Fahrrad seit er denken kann. Nach dem ersten Kinderfahrrad mussten seine Eltern ihm ein Bonanza Fahrrad schenken. Im jugendlichen Alter machte er mit seinem BMX die Wälder unsicher.
Heutzutage fährt er am liebsten Mountainbike, egal ob über die Alpen oder durch die Stadt – für Christian funktioniert ein MTB überall und immer. Er arbeitet daher voller Überzeugung im Onlinemarketing für Lucky Bike.

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