Der frühe Radler fängt den Platz: Mit dem Fahrrad unterwegs im MVV

Wer kennt das nicht: Hochmotiviert hat man den Drahtesel gesattelt, um an den See zu radeln – und dann fängt es plötzlich an wie aus Eimern zu gießen. Was liegt also näher, als mit dem Fahrrad kurzerhand in die Bahn zu steigen, um den Wettereinbruch ohne Zeitverlust zu überbrücken? Nur sollte man dafür ein paar Dinge beachten, um gut gelaunt ans Ziel zu kommen.

Stoßzeiten meiden!

Fiese Falle für Gäste aus anderen Städten: Im Gebiet des MVV darf man Fahrräder nicht mit in den Bus oder die Tram nehmen (ausgenommen sind Klappräder und Kinderfahrräder bis 12,5 Zoll). Erwachsene Radler müssen auf die U- und S-Bahn sowie Regionalzüge wie DB Regio, ALEX oder BOB ausweichen. Wichtig ist es auch, die Sperrzeiten einzuhalten: montags bis freitags zwischen 6 und 9 Uhr und 16 bis 18 Uhr ist die Fahrradmitnahme verboten (die Sperrzeit am Nachmittag gilt nicht in den Schulferien). Wer sich einmal zur Rush Hour in eine überfüllte U-Bahn gequetscht hat, weiß warum der MVV diese Einschränkungen macht… Also: die „Rad and Ride-Tour“ entsprechend planen!

Tickets nur tageweise

Fahrradtickets gibt es nur als Tageskarte. Ein Radticket fürs MVV-Gesamtnetz bekommt man bereits für 3 Euro. Unsere Empfehlung: Mit der Fahrradtageskarte Bayern für 5,50 Euro muss man sich keine Gedanken mehr machen, welches Ziel noch zum MVV-Gebiet gehört – sie gilt bayernweit und in allen Zügen der DB, in BOB/Meridian und Alex.

Reservieren nicht möglich

Achtung: Auch wer eine Fahrradtageskarte besitzt, hat keine Garantie, dass er tatsächlich mitgenommen wird. Gerade am Wochenende gleicht die Chance auf einen Platz unter ausflugsfreudigen Münchnern (zum Beispiel auf dem Rückweg in der BOB von Gmund am Tegernsee nach München) oft einem Glücksspiel. Im Zweifelsfall entscheidet das Bahnpersonal, wie viele Fahrräder mitgenommen werden dürfen oder ob ein Fahrgast den Klappsitz zugunsten eines Rads freiräumen muss.

Tipp: Der MVV-Radrouten-Planer

Wer genug hat vom Kampf um den Platz oder trotz schlechter Wetterprognose doch zum Weiterradeln entscheidet, dem sei der MVV-Radrouten-Planer (http://rad.mvv-muenchen.de/mvvbike/index.html#trip@enquiry) empfohlen. Hier bekommt man nicht nur mehrere Routenvorschläge geliefert, sondern auch eine Portion gutes Gewissen: Gibt man etwa die Strecke S-Bahnhof Gmund (Tegernsee) bis München-Marienplatz ein, erhält man die schöne Info: „Diese Fahrt spart 8685g CO2 ein. Der Kalorienverbrauch entspricht 1292 kcal oder 25 Stückchen Schokolade.“

Lucky Bike / Radlbauer Redaktion

Unsere Lucky Bike / Radlbauer Redaktion ist so vielfältig, wie unsere gesamte Unternehmensfamilie. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen berichten über ihre Lieblingsthemen, schreiben News, berichten von Veranstaltungen oder testen regelmäßig Fahrräder, die wir in unseren Filialen oder im Online Shop anbieten. In der Redaktion sind unsere Kolleginnen und Kollegen versammelt, die vereinzelt Testberichte, Newsbeiträge oder informative Texte rund um das Thema Fahrrad schreiben. Die Testberichte unserer Redaktion spiegeln ihre Erfahrungen, Ergebnisse und Meinungen objektiv hier bei uns im Blog wider.